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Wie wird das Jahr 2015?

Deutsche Fertigungsindustrie zwischen heiter und wolkig

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In Summe werde die deutsche Werkzeugmaschinenproduktion 2014 das hohe Niveau des Vorjahres halten können. Auch für 2015 seien die Prognosen nicht so schlecht: „Wirtschaftsforscher sehen die weltweite Industrieproduktion und die globalen Anlageinvestitionen im Plus”, so Schäfer.

Imtex und CIMT als Prüfsteine für die Investitionsbereitschaft in Asien

Auch der Weltwerkzeugmaschinenverbrauch weise leicht nach oben. „Die Branche in Deutschland erwartet einen positiven Beitrag aus den USA und der gesamten Nafta-Region.“ Ferner sollte sich in Asien das Investitionsverhalten wieder stabilisieren. „China befindet sich nach wie vor in einem schwierigen Veränderungsprozess hin zu mehr qualitativem Wachstum. Entsprechend gehören zweistellige Zuwachsraten im Werkzeugmaschinenverbrauch der Vergangenheit an. Sie bewegen sich nunmehr im mittleren einstelligen Bereich”, berichtet Schäfer.

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Die Imtex im indischen Bangalore gleich zu Beginn des Jahres und die CIMT in Beijing im April 2015 werden nach Ansicht des Experten erste Hinweise auf die Investitionsbereitschaft in wichtigen asiatischen Märkten geben. „Gleichwohl bleiben die globalen Unsicherheiten bestehen. Eine politische Lösung des Ukrainekonflikts ist nicht in Sicht. Entsprechend wird Russland das Geschäft mit Europa im kommenden Jahr weiter beeinträchtigen“, prognostiziert Schäfer.

Deutschlands Automationsbranche erwartet leichtes Wachstum

Keinen Grund zur Klage hat dagegen die Automatisierungsbranche. Trotz unterschiedlicher Nachrichten über die allgemeine Wirtschaftslage und politische Unwägbarkeiten erwarten die deutschen Unternehmen der Automation insgesamt für 2014 ein leichtes Wachstum, das sich im Jahr 2015 fortsetzen soll. „Bei den Unternehmen überwiegt der Optimismus“, so Roland Bent vom Vorstand des ZVEI-Fachverbands Automation. Was die Ausfuhren betrifft, so gehen nach wie vor mit 55 % die meisten Produkte ins europäische Ausland und 23 % nach Südostasien. „Diese beiden Regionen bestimmen den Trend“, zeigt sich Automatisierungsexperte Bent überzeugt.

Auch Jürgen Amedick vom ZVEI-Fachbereich Elektrische Antriebe rechnet mit anhaltendem Wachstum: „Wir konnten den Schwung aus der zweiten Jahreshälfte 2013 mitnehmen.“ Er berichtet von einem Umsatzplus bei den Antrieben von 3 % auf 6,7 Mrd. Euro in den ersten neun Monaten 2014. Der Auftragseingang ist im Vorjahresvergleich um 3,5 % gestiegen. Dieses Wachstum werde sich 2015 moderat fortsetzen. Besondere Hebelwirkung schreibt Amedick der ab Jahresbeginn 2015 greifenden Motorenverordnung zu: „Von dieser neuen Regelung erwarten wir Wachstumsimpulse für die elektrische Antriebstechnik, die gleichzeitig einen wichtigen Beitrag zur Energiewende leisten.“

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