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Krane Deutsche Hebezeuge für russische Düngemittel

| Redakteur: Bernd Maienschein

Der Industriekomplex OAO „Ammonium“ bei Mendeleevsk in der russischen Republik Tatarstan produziert Harnstoff, Ammoniumnitrat und Stickstoffdünger für die industrielle Landwirtschaft und Methanol als Rohstoff für die petrochemische Industrie. Die Krantechnik zur Wartung der chemischen Anlage stammt von Stahl Cranesystems.

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Montiert wurden die Krane und Hebezeuge vor der Fertigstellung der Hallendächer, um die Montage zu erleichtern.
Montiert wurden die Krane und Hebezeuge vor der Fertigstellung der Hallendächer, um die Montage zu erleichtern.
(Bild: Stahlcranes)

Methan ist ein wichtiger Rohstoff für die synthetische Herstellung von Ammoniak, aus dem wiederum die meisten Düngemittel hergestellt werden. Russland verfügt über die meisten bekannten Erdölvorkommen weltweit und hat ein wachsendes Interesse daran, seine natürlichen Ressourcen vielfältig zu nutzen. 2010 wurde beschlossen, die drittgrößte Düngemittelanlage der Welt zu errichten – das größte Bauvorhaben dieser Art in Russland seit 20 Jahren.

Ausgereifte Lösung setzt sich durch

Um den reibungslosen Betrieb der Anlage zu gewährleisten, sind insgesamt elf Krane, sechs Elektroseilzüge und 30 Handkettenzüge aus Künzelsau im Einsatz. Zusammen mit den erfahrenen Ingenieuren und Spezialisten der Abteilung International Projects (IP) bei Stahl Cranesystems hat der zertifizierte Partner des Unternehmens – Elektrotjazhkran mit Sitz in Sankt Petersburg – eine technisch und wirtschaftlich ausgereifte Lösung gefunden. Damit konnte er sich gegen russische, bulgarische und auch deutsche Mitbewerber durchsetzen.

Der Auftrag an Elektrotjazhkran umfasste das Engineering, die Beschaffung und die Fertigung (EPC). Der Vertrag wurde Anfang 2013 unterzeichnet, die Auslieferung der Krane und Hebezeuge erfolgte Ende 2013.

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„Durch die Installation der Anlage in Russland waren die Anforderungen an die technische Dokumentation sehr hoch. Wir haben schon kurz nach der Vertragsunterzeichnung begonnen, Zeichnungen, Montagepläne und viele weitere Informationen und Zertifikate zur Genehmigung an die zuständige Engineering Company zu senden. Insbesondere bei der erforderlichen Zertifizierung für Russland standen wir in engem Kontakt zu den Kollegen in Russland“, berichtet Thomas Wöhrle, Projektleiter in der IP-Abteilung bei Stahl Cranesystems.

„Wir haben als EPC-Contractor Erfahrung mit der Abwicklung internationaler Projekte und den dabei geforderten internationalen und länderspezifischen Vorgaben. Unser Know-how konnten wir bei diesem Projekt voll einsetzen und unseren Partner tatkräftig unterstützen.“ Die Lieferung der Krantechnik konnte so termingerecht und zur vollen Zufriedenheit des Endkunden erfolgen.

Hohe Ansprüche an die eingesetzte Technik

Neben den Anforderungen des internationalen Projektgeschäfts waren auch die Ansprüche an die eingesetzte Technik besonders hoch. Bei der Auslegung der Hebezeuge und Krankomponenten waren die aggressive Ammoniakatmosphäre sowie die Explosionsgefahr in einigen Bereichen der Fabrik (Ex Zone II C T4) maßgebliche Faktoren. Die Lackierung erfolgte daher mit spezieller, zinkhaltiger Farbe – der dreischichtige Farbauftrag beträgt insgesamt 240 µm. Die Krane und Hebezeuge sind teilweise explosionsgeschützt für Zone 1 ausgeführt.

Zusätzlich mussten die Anforderungen der russischen Normen erfüllt werden, die im Rahmen eines zweitägigen „Clarification Meetings“ in Moskau mit den beteiligten Firmen diskutiert wurden. Die Montage vor Ort wurde durch die am Konsortium beteiligten Firmen durchgeführt, welche von Elektrotjazhkran als Supervisor unterstützt wurden.

Weitere Beiträge des Unternehmens:

Stahl Cranesystems

* Weitere Informationen: Stahl Cranesystems GmbH, 74653 Künzelsau, Tel. (0 79 40) 1 28-23 88, heike.metzger@stahlcranes.com

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