Suchen

Studie

Deutsche Industrie ist weniger innovativ, aber cybersicher

| Redakteur: Melanie Krauß

Firmen zum Thema

In deutschen Industrieunternehmen geschehen lediglich 2 % der Sicherheitsvorfälle unwillentlich durch Mitarbeiter.
In deutschen Industrieunternehmen geschehen lediglich 2 % der Sicherheitsvorfälle unwillentlich durch Mitarbeiter.
(Bild: ©iconimage - stock.adobe.com)

Die deutsche Industrie hinkt im weltweiten Vergleich bei der Digitalisierung ihrer Betriebstechnologie beziehungsweise industrieller Kontrollsysteme hinterher. Eine aktuelle Kaspersky-Studie über die IT-Sicherheit kritischer Anlagen wie Produktionsstraßen oder Robotik zeigt: Während 41 % der internationalen Industrie ihre OT- (Operational Technology) oder ICS Infrastruktur (Industrial Control System) bereits mit der Cloud verbunden haben, sind es in Deutschland nur 15,9 %.

Diese Tatsache könnte sich den Experten zufolge allerdings aktuell als zuträglich für die IT-Sicherheit erweisen. Denn je weniger Schnittstellen die Fabrik 4.0 mit dem Internet aufweise, desto weniger Cyberangriffsfläche biete sie. Hinzu kommt: Laut den von Kaspersky in Deutschland befragten Industrieunternehmen gehört Security zu den Topprioritäten. Im Vergleich entstehen in deutschen Industrieunternehmen deutlich weniger (2 %) unwillentlich durch Mitarbeiter verursachte Sicherheitsvorfälle als im internationalen Durchschnitt (52 %).

Mehr als die Hälfte (52,2 %) gibt jedoch an, dass es eine große Herausforderung sei, ICS-Experten zu finden, die sich auch mit OT auskennen. In fast einem Drittel der Unternehmen (31,8 %) überwachen die für die Sicherheit der IT-Infrastruktur zuständigen Mitarbeiter auch die Sicherheit der OT/ICS-Netzwerke, 29,5 % haben ein eigenes OT/ICS-Team.

„Unsere diesjährige Studie zeigt, dass Unternehmen versuchen, den Schutz industrieller Netzwerke zu verbessern“, kommentiert Georgy Shebuldaev, Brand Manager Kaspersky Industrial Cybersecurity. „Dies kann jedoch nur erreicht werden, wenn die Risiken, die mit dem Mangel an qualifiziertem Personal und Mitarbeiterfehlern verbunden sind, angegangen werden. Ein umfassender, vielschichtiger Ansatz, der technischen Schutz mit regelmäßigen Schulungen von IT-Sicherheitsspezialisten und Betreibern industrieller Netzwerke kombiniert, stellt sicher, dass Netzwerke vor Bedrohungen geschützt und die Fähigkeiten der Mitarbeiter auf dem neuesten Stand bleiben.“

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Kontaktieren Sie uns über: support.vogel.de (ID: 46130829)