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Kunststoff-Konjunktur Deutsche Kunststoffler müssen stärker paddeln

| Redakteur: Peter Königsreuther

Laut einer Befragung der KI Group, sind erste Anzeichen einer Konjunkturabkühlung in der deutschsprachigen Kunststoffbranche zu registrieren. Erfahren Sie hier die Gründe dafür.

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Das Gefälle für die deutschsprachigen Schwimmer im Fluss der weltweiten Kunststoffbranche wird 2019 steiler aber nicht unbezwingbar, zeigt eine Umfrage des KI. Lesen Sie mehr über die Wende einer bis dato vier Jahre anhaltenden Tour mit Rückenwind.
Das Gefälle für die deutschsprachigen Schwimmer im Fluss der weltweiten Kunststoffbranche wird 2019 steiler aber nicht unbezwingbar, zeigt eine Umfrage des KI. Lesen Sie mehr über die Wende einer bis dato vier Jahre anhaltenden Tour mit Rückenwind.
(Bild: Messe Düsseldorf)

Nach vier Jahren des Aufschwungs, registriere man nun erste Anzeichen einer Konjunktureintrübung in der deutschsprachigen Kunststoffwelt. Die Erwartungen an das erste Halbjahr 2019 fallen deshalb entsprechend zurückhaltend aus. Diesen Trend hat der Branchendienst „KI – Kunststoff Information“ als Ergebnis seiner aktuellen Umfrage zur Kunststoffkonjunktur offenbart, an der sich, wie es dazu heißt, 545 Unternehmen beteiligt haben. (KI befragt seit 2001 im halbjährlichen Rhythmus Führungskräfte der Kunststoffindustrie zu Geschäftsverlauf und -erwartung, Investitionen und Beschäftigung.)

Getrübter Optimismus, aber keine Schwarzmalerei

Im zweiten Halbjahr 2018 verliefen die Geschäfte bei lediglich 27 % der Unternehmen besser als im ersten Halbjahr, schlechter abgeschnitten haben dabei 35 %. Noch im Juli 2018 rechneten nur 23 % mit einer schlechteren Entwicklung, blickt KI zurück. Tendenziell entwickelten sich die Geschäfte bei kleinen Unternehmen besser als bei größeren, wie zu sehen ist. Die Erwartungen an das erste Halbjahr 2019 seien aber wenig optimistisch, jedoch könne von Schwarzmalerei nicht gesprochen werden. 29 % der Unternehmen erwarten eine Verbesserung ihrer Geschäfte, 23 % gehen von einer gegenteiligen Entwicklung aus. Der KI-Erwartungsindex notiert bei 90,7 Punkten gegenüber 93,4 Punkten im Juli 2018.

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Personalmangel ist erstmals die größte Herausforderung

Die größte Herausforderung 2019 stelle erstmals die Personalsuche dar. Deshalb nennen 54 % der befragten Unternehmen diesen Faktor jetzt noch vor den Materialkosten, die bis dato als größte Erfolgshürde galten. Im zurückliegenden Halbjahr zeigten sich klare Unterschiede zwischen Groß- und Kleinunternehmen im Hinblick auf die Beschäftigung: 42 % der größeren Unternehmen stellten zusätzliches Personal ein. Auch beim Stellenabbau sind Großunternehmen mit 10 bis 12 % aktiver, während bei kleineren Unternehmen die Beschäftigungszahlen stabil blieben. Letzteres gilt auch für die Personalplanung 2019, denn nur 3 % der Kleinunternehmen wollen Stellen abbauen. von den großen Playern dagegen wollen 18 % ihre Belegschaft reduzieren.

Deutsche Kunststoffler misstrauen US-Gebaren

Sorgen bereiten den Unternehmen aktuell die globalen wirtschaftspolitischen Entwicklungen, rund um Brexit und US-Protektionismus: 62 % der Unternehmen erwarten negative Einflüsse durch die amerikanische Handelspolitik. Weniger dramatisch, aber dennoch beachtlich, schlagen die 49 % der Unternehmen zu Buche, die negative Einflüsse auf die eigene Geschäftsentwicklung durch den Brexit erwarten. Nur 4 % der Unternehmen gehen davon aus, dass sie vom Austritt des Vereinigten Königreichs aus der EU wirtschaftlich profitieren. Besonders empfindlich treffen die Entwicklungen der Branche die Kunststoffverarbeiter in der Automobilindustrie: 52 % rechnen heuer mit schlechteren Geschäften, weil sie die durch den Dieselskandal sowie durch die Wltp (Worldwide harmonized Light vehicles Test Procedure) und Absatzproblemen in China behindert werden. MM

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