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GKV-Jahrespressekonferenz

Deutsche Kunststoffverarbeiter wachsen trotz politischer Hürden – noch!

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Flüchtling heute, Fachkraft morgen!

Deutschland erlebte in den vergangenen Monaten einen starken Zustrom von

Menschen aus Asien und Afrika, die eine vom Krieg zerstörte Heimat verlassen

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und in unserem Land auf eine bessere Zukunft hoffen. Deutschland ist bereit,

diese Menschen in großer Zahl aufzunehmen. Für die Wirtschaft könnten sich

Impulse durch den Bau von Wohnungen oder den gesteigerten Konsum

ergeben. Eine Zuwanderung in dieser Größenordnung in einem vergleichsweise

kurzen Zeitraum ist jedoch nur dann erfolgreich zu bewältigen, wenn auch eine

Integration der Menschen in die Gesellschaft und in den Arbeitsmarkt gelingt, betont der GKV-Präsident. Auch die deutsche Wirtschaft ist zunehmend gefordert, sich bei dieser Aufgabe zu engagieren. Das ginge aber nur, wenn das Bleiberecht auf mindestens ein bis drei Jahre gelte.

100.000 Stellen stehen bald offen

Angesichts der demografischen Veränderung könne unsere Wirtschaft

zusätzliche Fachkräfte und angelernte Kräfte durchaus gut gebrauchen. Die

Nachfrage Kunststoff verarbeitender Betriebe nach Arbeitskräften übersteige das

Angebot an qualifizierten Bewerberinnen und Bewerbern bereits heute in vielen

Regionen. Die Mehrheit unserer Branchenbetriebe sieht sich laut Westerheide mit einem Mangel an ausbildungsfähigen Schulabgängern, an gelernten Fachkräften und an spezialisierten Ingenieuren konfrontiert. Allein in unserer Branche ist etwa ein Drittel aller Fachkräfte mehr als 50 Jahre alt. Die Altersstruktur der übrigen Beschäftigten ist ähnlich. Dementsprechend werden in den nächsten fünfzehn Jahren rund 100.000 Stellen in unserer Industrie neu zu besetzen sein.

Nachwuchs bleibt aus

Bleibt die Ausbildungsleistung der Branchenbetriebe auf dem gleichen Niveau, kann nicht einmal die Hälfte dieser Stellen mit Absolventen wieder besetzt werden, befürchtet Westerheide. Diese Schätzung zeige, dass unsere Industrie, aber vermutlich auch die deutsche Wirtschaft insgesamt, in den kommenden Jahren auf zusätzliche Arbeitskräfte angewiesen ist. „In der Kunststoffverarbeitung könnten viele derjenigen Menschen, die im vergangenen Jahr zu uns gekommen sind, einen attraktiven und zukunftssicheren Arbeitsplatz finden“, so Westerheide. Der GKV werde sich weiter dafür engagieren, dass die Branche als attraktiver Wirtschaftszweig wahrgenommen werde, trotz Hetzkampagnen gegen Plastik und seine angeblich umweltschädigenden Effekte. Dies unterstreichen unter anderem die vom GKV initiierte Ausbildungsinitiative zur Ansprache von Schülerinnen und Schülern, die sich für den Beruf des Verfahrensmechanikers für Kunststoff- und Kautschuktechnik interessieren und der GKV-Förderpreis für die besten Auszubildenden.

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