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GKV-Jahrespressekonferenz

Deutsche Kunststoffverarbeiter wachsen trotz politischer Hürden – noch!

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Rohstoffversorgung sichern

Viele Kunststoffverarbeiter in Deutschland sahen sich seit dem Frühjahr in wachsendem Ausmaß mit Problemen bei der Versorgung mit Rohstoffen konfrontiert, so der GKV. Wichtige Anlagen zur Erzeugung von Polyethylen und Polypropylen in Europa standen über längere Zeiträume still. Die auffällige Häufung von Meldungen höherer Gewalt, so genannter Force Majeure, durch mehrere große Kunststofferzeuger führte zeitweise zu einem extremen Preisanstieg bei bestimmten Rohstoffen, Versorgungsengpässen und teilweise gar zum Ausbleiben bereits zugesagter Lieferungen, so Westerheide. Die weltwirtschaftlichen und handelspolitischen Rahmenbedingen erschwerten den Kunststoffverarbeitern die Versorgung über internationale Märkte. Zu diesen Rahmenfaktoren zählen unter anderem der gegenüber dem US-Dollar relativ schwache Euro, die weiter starke Nachfrage nach Kunststoffen in Asien und den USA.

Opportunisten gefährden das Vertrauen

Welche Gründe auch immer für die geballte Welle der Force-Majeure-Meldungen im vergangenen Jahr ursächlich gewesen sein mögen, eines sollten auch die Lenker der Kunststoff erzeugenden Industrie nicht außer Acht lassen: Wenn das Vertrauen der Abnehmerindustrien in die Lieferfähigkeit der Kunststoffindustrie und damit in unsere Werkstoffe aufgrund kurzsichtiger Opportunitäten beeinträchtigt wird, dann schadet das der gesamten Wertschöpfungskette. Die betroffenen Kunststoffverarbeiter und die Verbände haben in dieser Phase besonnen und schnell mit einer Vielzahl an Maßnahmen reagiert.

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Importzölle adè?

Insbesondere ist erkennbar, dass viele Branchenunternehmen ihre Lagerhaltung seit dem vergangenen Jahr deutlich aufgestockt haben und in den Aufbau zusätzlicher Lagerkapazitäten investieren. „Wir sind darüber hinaus zuversichtlich, dass es uns gelingen wird, mit Unterstützung mehrerer nationaler Regierungen eine deutliche Reduzierung oder sogar eine Abschaffung der Importzölle für Rohstoffimporte aus Ländern außerhalb der Europäischen Union und der Türkei zu erreichen, vielleicht bereits in Laufe dieses Jahres,“ so Westerheide.

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