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GKV-Jahrespressekonferenz

Deutsche Kunststoffverarbeiter wachsen trotz politischer Hürden – noch!

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Politik ohne Plan

Auch eine der Dauerbaustellen der deutschen Politik, die Energiewende, bleibt nicht ohne Auswirkungen auf unsere Branche. Elektrischer Strom zählt nach den Rohstoffen zu den bedeutendsten Kostenfaktoren Kunststoff verarbeitender Betriebe. Die Strompreise in Deutschland liegen an der Spitze in Europa. Die Umlage nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz ist zu Beginn dieses Jahres erneut angestiegen. Bürger und Industrie zahlen bereits seit Jahren die Zeche für die maßlose Überförderung der Einspeisung von Strom aus Erneuerbaren Energien und die Konzeptionslosigkeit der deutschen Energiewende, so Westerheide. Der GKV-Präsident erwähnte auch, dass einige befremdliche Reaktionen und Antworten aus Ministerien klar zeigen, dass vielen Politikern die reine Wählermasse wichtiger ist, als vernünftige Lösungen zu bestehenden Problemen zu erarbeiten.

Der Politik liefen die Kosten währenddessen weiter davon. Es sei nicht hinnehmbar, dass immer neue Umlagen auf den Strompreis beschlossen würden. Weiterhin ist laut Westerheide völlig inakzeptabel, dass die Unternehmen angesichts des kurzfristigen Agierens der Politik über keinerlei Planungssicherheit bei den Stromkosten mehr verfügen.

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Gefahr der Produktverlagerung

Es sind vor allem externe Faktoren, die das Wachstum der deutschen Wirtschaft in den vergangenen Jahren angetrieben haben. „Das darf jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass die wenig planvolle Umsetzung der Energiewende das Industrieland Deutschland im internationalen Vergleich mehr und mehr belastet“, gibt Westerheide zu bedenken. Viele Industrieprodukte werden unter diesen Bedingungen nicht dauerhaft zu wettbewerbsfähigen Kosten am Standort Deutschland hergestellt werden können. Besorgniserregend sind die Signale, die uns aus anderen Branchen erreichen. So haben sowohl die Chemie als auch die Stahlindustrie bereits weitreichende Verlagerungen von Investitionen angekündigt.

Politiker müssen handeln

„Die Politik ist gefordert zu handeln, bevor Investitionen und Arbeitsplätze in unserer mittelständischen Industrie das Land verlassen. Wir fordern, dass das Projekt Energiewende endlich vom Kopf auf die Füße gestellt wird. Die Erneuerbaren Energien müssen sich am Markt bewähren. Wir brauchen ein neues System der Finanzierung der Energiewende, das die Kosten der Energiewende gerechter verteilt als bisher“, fasst Westerheide zusammen.

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