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GKV-Jahrespressekonferenz

Deutsche Kunststoffverarbeiter wachsen trotz politischer Hürden – noch!

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Es ist nicht der Kunststoff...

Immer wieder erreichen uns über die Medien Nachrichtenmeldungen, die auf die zunehmende Verschmutzung unserer Meere und vieler Flüsse mit Abfällen aus Kunststoff hinweisen. Nach unserer Auffassung handelt es sich bei „Marine Litter“ um eine der größten umweltpolitischen Herausforderungen unserer Zeit. Es ist aber nicht der Kunststoff, sondern der verantwortungslose Umgang damit, der zu diesem Problem führt.

Die Kunststoffindustrie sieht sich als Partner bei der Lösung dieses Problems und steht in einem engen und konstruktiven Dialog mit der Politik, der Wissenschaft und den Interessengruppen. Gleichwohl bleiben wir davon überzeugt, dass unsere Werkstoffe nachhaltige Werkstoffe sind. Denn bei aller Herausforderung, die der Eintrag von Kunststoffabfällen in die Meere mit sich bringt, so dürfen wir nicht vergessen, dass unser moderner Lebensstil nur dann auf Dauer ohne dramatische Folgen für das Klima und die Umwelt bleiben wird, wenn wir die enorm positiven Gebrauchseigenschaften moderner Kunststoffe weiter nutzen. Eine Lösung könnte sein, dass man Kunststofftragetaschen generell nicht mehr umsonst erhält, wie das schon beim Einzelhandel seit Jahren passiert.

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Europäische Abfallpolitik gefordert

Ressourcenschonung und Umweltschutz setzen eine Weiterverbreitung und eine Weiterentwicklung des Gedankens der Kreislaufwirtschaft voraus. Wir brauchen einen gemeinsamen Rahmen europäischer Abfallpolitik, der die Verwertung von Kunststoffabfällen insgesamt und ein qualitativ hochwertiges Kunststoffrecycling im Speziellen in allen Mitgliedsstaaten der Europäischen Union unterstützt, so Weserheide. Nach unserem Eindruck weisen die Ende des vergangenen Jahres vorgestellten Vorschläge und Ziele der Europäischen Kommission zur Kreislaufwirtschaft diesbezüglich einen realistischen Weg in die Zukunft, ergänzt er.

Kommunalisierung wird schaden

Wir begrüßen darüber hinaus, dass die Regierungskoalition und das Bundesumweltministerium ihre Vorschläge zur die Erweiterung der Wertstofferfassung über die Verpackungen hinaus mit der geplanten bundesweiten Einführung der so genannten Wertstofftonne konkretisiert haben. „Wir sind davon überzeugt, dass eine in der Verantwortung der Wirtschaft organisierte Wertstoffsammlung die bei Weitem leistungsfähigste und für den Verbraucher am Ende günstigste Lösung darstellt“, erklärt Westerheide und warnt vor Gebührenerhöungen und Misswirtschaft, wie beim Dualen System, wenn eine Kommunalisierung eintritt. Das Votum der Länder im Bundesrat vom Ende Januar zeige jedoch, dass bei diesem Thema noch einige Überzeugungsarbeit zu leisten sei.

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