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Bain-Studie

Deutsche Unternehmen profitieren von Reindustrialisierung der USA

| Redakteur: Claudia Otto

Die deutsche Exportstruktur kommt dem Bedarf von US-Unternehmen bei dem Aufbau und der Modernisierung der Fertigung entgegen.
Die deutsche Exportstruktur kommt dem Bedarf von US-Unternehmen bei dem Aufbau und der Modernisierung der Fertigung entgegen. ( © Zerbor - Fotolia)

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Die Reindustrialisierung der USA entwickelt sich zu einem Konjunkturmotor für die deutsche Wirtschaft. Der Erfolg im US-Markt ist aber kein Selbstläufer.

In einer Modellrechnung für die Studie „Go West! Wie Unternehmen von der Reindustrialisierung der USA profitieren können“ kommt die Managementberatung Bain & Company zum Ergebnis: Die traditionell starke Stellung deutscher Industrieunternehmen in Branchen wie dem Maschinen- und Anlagenbau zahlt sich in den kommenden Jahren beim Export in die USA besonders aus.

Der Wiederaufstieg der Industrie in den USA eröffnet große Chancen für exportorientierte Unternehmen. US-Firmen benötigen Maschinen und Anlagen, Ingenieurleistungen, Software sowie Zulieferteile für den Aufbau und die Modernisierung ihrer Produktionsstätten. Insgesamt legen die US-Importe bis 2017 laut Bain um 15 % zu. Von allen OECD-Staaten profitiere dank seiner Exportstruktur vor allem Deutschland vom Nachfrageschub. Die Ausfuhren in die Vereinigten Staaten werden bis 2017 um 28 % oder 29 Mrd. US-Dollar steigen. Dr. Armin Schmiedeberg, Partner bei Bain & Company und Leiter der europäischen Industrie-Praxisgruppe, betont: „Die USA werden zur Lokomotive der deutschen Wirtschaft und können einen wichtigen Beitrag leisten, um die aktuelle wirtschaftliche Schwäche Europas zu überwinden.“

Die höhere Importnachfrage erreiche zunächst Branchen mit langen Vorlaufzeiten wie Anlagenbau und Zulieferer. Bereits 2013 stieg das Kaufinteresse an deutscher Automatisierungstechnik um 43 %.

Paradigmenwechsel im globalen Standortwettbewerb

Der Aufbau einer konkurrenzfähigen Industrie in den USA bedeutet einen Paradigmenwechsel im globalen Standortwettbewerb. „Die einseitige Verlagerung von Produktionskapazitäten in Schwellen- und Niedriglohnländer weicht einem globalen Wettbewerb mit Vorteilen für die USA“, erklärt Schmiedeberg. Die Direktinvestitionen in den USA steigen bis 2017 um 50 %. Trotz der Sogwirkung der Vereinigten Staaten kann Deutschland ebenso wie Großbritannien seine Position bei der Verteilung ausländischer Direktinvestitionen weitgehend halten.

Industrieexperte Schmiedeberg warnt jedoch vor voreiliger Euphorie: „Der Erfolg im US-Markt ist kein Selbstläufer. Deutschlands Industrieunternehmen müssen erhebliche Vorleistungen erbringen, um von der Reindustrialisierung wirklich profitieren zu können.“ Die Studie nennt vier Stellhebel: Kapitalallokation, Organisation, Vertrieb und Verwaltung. Im Kern gehe es darum, die Unternehmensorganisation auf das zu erwartende Wachstum vorzubereiten und die nötigen Ressourcen rechtzeitig bereitzustellen.

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