VDW-Jahrespressekonferenz Deutsche Werkzeugmaschinenindustrie erwartet für 2017 Produktionszuwachs von 3 %

Redakteur: Mag. Victoria Sonnenberg

Anlässlich der traditionellen Jahrespressekonferenz in Frankfurt am Main blickt der VDW – Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken zurück in ein solides Jahr 2016 und zeitgleich optimistisch in das 2017.

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Dr. Heinz-Jürgen Prokop, Vorsitzender des VDW, präsentierte unlängst die Bilanz der deutschen Werkzeugmaschinenindustrie für 2016, gab einen Ausblick auf das laufende Jahr und kommentierte Chancen und Risiken für die Branche 2017.
Dr. Heinz-Jürgen Prokop, Vorsitzender des VDW, präsentierte unlängst die Bilanz der deutschen Werkzeugmaschinenindustrie für 2016, gab einen Ausblick auf das laufende Jahr und kommentierte Chancen und Risiken für die Branche 2017.
(Bild: Sonnenberg)

„Obwohl das vierte Quartal sich schwächer als die Vorquartale präsentiert, beendet die deutsche Werkzeugmaschinenindustrie 2016 mit einem erneuten Auftragsrekord und bestätigt damit die positive Prognose des Vorjahres“, kommentiert Dr. Wilfried Schäfer, Geschäftsführer des Branchenverbands VDW (Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken) in Frankfurt am Main, das Ergebnis. Der Auftragsrückgang zum Jahresende lässt sich ursächlich mit dem nachlassenden Projektgeschäft in China und den USA aus den ersten neun Monaten erklären.

2017 profitiert die Branche insgesamt vom guten Auftragspolster aus 2016. Bis November stiegen die Aufträge der deutschen Hersteller um 7 %, getrieben durch das Ausland. „Wir erwarten für das laufende Jahr einen deutlichen Produktionszuwachs von 3 %“, sagt Dr. Heinz-Jürgen Prokop, Vorsitzender des VDW. Grundlage für die Einschätzung sind die internationale Industrieproduktion und die globale Werkzeugmaschinennachfrage, die sich laut Oxford Economics, Prognosepartner des VDW, gut entwickeln sollen.

Deutschland ist Exportweltmeister 2016

Die VDW-Prognose setzt auf dem Rekordjahr 2016 auf. Die deutsche Werkzeugmaschinenindustrie produzierte Maschinen im Wert von 15,2 Mrd. Euro, was einer Steigerung von rund 1 % entspricht. „Damit erreichte unsere Branche abermals einen Produktionsrekord“, so der VDW-Vorsitz weiter. Auch im internationalen Wettbewerb sind deutsche Werkzeugmaschinenhersteller weiterhin Spitze. 2016 ist es gelungen, mit deutlichem Abstand Exportweltmeister vor Japan zu werden. Die Hersteller erzielten ohne Teile und Zubehör ein Exportergebnis von 7,6 Mrd. Euro. Der Vorjahresmeister Japan musste herbe Verluste von mehr als einem Fünftel auf 6,3 Mrd. Euro verkraften. Grund für den japanischen Einbruch ist die Schwäche des asiatischen Absatzmarktes.

„2017 ist geprägt von vielen Herausforderungen, die Chancen bieten, neue Wettbewerbsvorteile zu generieren und unser Angebotsportfolio auszubauen“, erklärt Prokop. Vor allem im Bereich der digital vernetzten Produktion und der Lösungen für Industrie 4.0 lägen Potenziale in der Automatisierung des gesamten Auftragsdurchlaufs und der Behebung von Prozessstörungen.

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