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Deutscher IT-Arbeitsmarkt wächst weiter

| Redakteur: Robert Horn

Nach Zahlen des Branchenverbands Bitkom dürfte die ITK-Branche weiter zu den wichtigsten Arbeitgebern Deutschlands zählen. Im letzten Jahr wurden dort 45.000 neue Jobs geschaffen. Ähnliches erwarten Experten für 2018.

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Umsätze und Beschäftigungszahlen sind in der IT- und Telekommunikationsbranche im vergangenen Jahr kräftig gewachsen. Bis Jahresende 2018 rechnet der Bitkom mit 1.134.000 Angestellten im ITK-Sektor.
Umsätze und Beschäftigungszahlen sind in der IT- und Telekommunikationsbranche im vergangenen Jahr kräftig gewachsen. Bis Jahresende 2018 rechnet der Bitkom mit 1.134.000 Angestellten im ITK-Sektor.
(Bild: gemeinfrei / CC0)

Die Digitalisierung sorgt für einen großen Beschäftigungsschub in der IT- und Telekommunikationsbranche (ITK). 2017 haben die ITK-Anbieter mit 45.000 zusätzlichen Jobs ihren historisch stärksten Beschäftigungszuwachs innerhalb eines Jahres erzielt. Dieses Wachstum soll sich 2018 fortsetzen. Für das laufende Jahr rechnet der Digitalverband Bitkom mit einem Arbeitsplatz-Plus von 42.000 Stellen in der Branche. Demnach werden zum Jahresende 1.134.000 Menschen im ITK-Sektor beschäftigt sein. Das entspricht einem Zuwachs von 3,8 % im Vergleich zu 2017. Die ITK-Branche zählt damit weiterhin zu den größten Arbeitgebern in Deutschland. „Der Stellenzuwachs könnte höher ausfallen, wenn mehr Fachkräfte zur Verfügung stehen würden“, kommentierte Bitkom-Präsident Achim Berg die neuesten Arbeitsmarktzahlen. Auch die Umsätze legen weiter zu. Für 2018 erwartet Bitkom ein Plus von 1,7 % auf 164,0 Mrd. Euro. Im vergangenen Jahr legte der Markt um 2,2 % auf 161,3 Mrd. Euro zu.

Kräftiger Zuwachs bei der Informationstechnik

Im Bereich der Informationstechnik sollen die Umsätze 2018 am stärksten steigen, um 3,1 % auf 88,8 Mrd. Euro. Mit Abstand das größte Wachstum verzeichnet das Software-Segment, das um 6,3 % auf 24,4 Mrd. Euro zulegt. Auch der Bereich IT-Dienstleistungen, in den etwa das Projektgeschäft und IT-Beratung fallen, wächst weiter überdurchschnittlich stark und erreicht ein Plus von 2,6 % auf 40,0 Mrd. Euro. „Die anhaltend hohe Nachfrage nach Software und IT-Services zeigt, dass die Digitalisierung alle Wirtschaftsbereiche erreicht hat. Die Auftragsbücher von Software-Anbietern und IT-Dienstleistern sind voll“, erklärte Berg. Während sich Cloud Computing inzwischen in der Mehrheit der Unternehmen als Basis für weitere Digitalisierungsschritte etabliert hat, gibt es auf dem Markt für Big Data und das Internet der Dinge (IoT) noch hohes Wachstumspotenzial. „Unternehmen und öffentliche Verwaltung müssen hier gezielt investieren“, forderte Berg. Das Segment IT-Hardware verzeichnet ein leichtes Plus von 0,9 % auf 24,4 Mrd. Euro. Während der Markt für Server (-2,8 %) und PCs inklusive Laptops (-1,8 %) laut Prognose schrumpft, sollen die Umsätze mit Speichersystemen (+2,2 %) und Tablets (+5,4 %) zulegen.

Markt für Smartphones wächst

In der Telekommunikation zeigt sich ein gedämpftes Wachstum. Die Umsätze steigen voraussichtlich um 0,4 % auf 65,9 Mrd. Euro. Bei den kleineren Teilmärkten für TK-Endgeräte und TK-Infrastruktur ist die Entwicklung vergleichsweise positiv. Der Markt für TK-Endgeräte wächst um 1,3 % auf 10,7 Mrd. Euro. Davon entfallen 10,1 Mrd. auf Smartphones. Auch das Geschäft mit kommunikationstechnischer Infrastrukturausrüstung legt um 1,4 % auf 6,7 Mrd. Euro zu. Bei den Telekommunikationsdiensten ist der Abwärtstrend der vergangenen Jahre gestoppt. Der Teilmarkt schreibt eine schwarze Null mit einem Plus von 0,1 % auf 48,5 Mrd. Euro. Stark rückläufig sind die Umsätze mit Sprachdiensten in den Bereichen Festnetz (-8,5 %) und Mobilfunk (-8,3 %). Dafür wächst das Geschäft mit mobilen Datendiensten um 6,0 %. „Die Netzbetreiber stehen vor der Herausforderung, bei stagnierenden Umsätzen Mrd.beträge in den Ausbau der 5G- und Gigabit-Netze investieren zu müssen“, sagte Berg.

In der Unterhaltungselektronik gehen die Umsätze nach einem Plus von 2,6 % im Vorjahr nun wieder zurück. Der Markt schrumpft laut Prognose um 1,9 % auf 9,3 Mrd. Euro. Weiterhin positiv entwickelt sich das Geschäft mit Flachbildfernsehern (+1,9 %) und mit Home Audio (+0,8 %). Dagegen gehen die Umsätze mit Spielkonsolen nach einem zuletzt kräftigen Wachstum wieder zurück (-3,5 %).

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