VDW Deutscher Werkzeugmaschinenbau bleibt optimistisch

Redakteur: Jürgen Schreier

Nach zwei starken Wachstumsjahren sind die deutschen Hersteller von Werkzeugmaschinen auch für 2013 guter Dinge. Gerechnet wird mit einem Produktionszuwachs von 1 % – ein allerdings moderater Wert nach dem Plus von 9 % im Jahr 2012.

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Effiiziente Produktionslösungen werden auf der EMO Hannover 2013 unter dem Leitmotiv „Intelligence in Production“ vom 16. bis 21. September präsentiert.
Effiiziente Produktionslösungen werden auf der EMO Hannover 2013 unter dem Leitmotiv „Intelligence in Production“ vom 16. bis 21. September präsentiert.
(Bild: EMO Hannover)

„Damit wird die Branche ihre Bestmarke aus dem Jahr 2008 wieder erreichen“, berichtet Martin Kapp, Vorsitzender des VDW (Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken), anlässlich der Jahrespressekonferenz des Verbands in Frankfurt am Main. Das vergangene Jahr lief, wie der VDW-Vorsitzende erläuterte, "besser als erwartet". Die gute Ausgangslage mit vollen Auftragsbüchern bei hoher Kapazitätsauslastung habe die Produktion über 2012 hinweg getragen, so Kapp. Mit einem Zuwachs von 9 Prozent erwirtschaftete die Branche ein Produktionsvolumen von 14,1 Mrd. Euro.

Deutsche Werkzeugmaschinenexporte erreichen Rekordwert

Noch besser schnitt die Werkzeugmaschinenbranche im Exportgeschäft ab. Die Werkzeugmaschinenexporte erreichten mit einem Anstieg um 20 % auf 9,5 Mrd. Euro den höchsten Wert, der je gemessen wurde.

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Größter Einzelmarkt ist nach wie vor China. Mit einem Volumen von etwa 2,4 Mrd. Euro und einem Zuwachs von 14 % im vergangenen Jahr hat der chinesische Markt mehr als doppelt so viele deutsche Maschinen aufgenommen wie der zweitstärkste Markt, die USA. Auch die US-Industrie setzt bei der Modernisierung der Produktion auf deutsche Werkzeugmaschinen. Die Exporte lagen bis November 2012 gut ein Drittel über denen von 2008. Sogar im krisengeplagten Spanien wurden 2012 mehr deutsche Werkzeugmaschinen verkauft als im Vorjahr, wenn auch ausgehend von niedrigem Niveau.

Binnenmarkt trat 2012 auf der Stelle

Dagegen taktierte der deutsche Mittelstand im Berichtsjahr 2012 in puncto Investitionen eher vorsichtig, weshalb der Binnenmarkt weitgehend auf der Stelle trat. Mit 6,8 Mrd. Euro notierte er noch ein gutes Stück unter dem Vorkrisenniveau.

Die Kapazitätsauslastung lag mit 92,4 % im Januar 2013 nur wenig unter dem Durchschnitt des Vorjahres. Bis Oktober 2012 wurde der Auftragsbestand auf 8,3 Monate abgebaut, knapp ein Monat weniger als im Durchschnitt des Vorjahres.

Der Auftragseingang ist 2012 ausgehend vom Bestellrekord des Jahres 2013 um ein Zehntel gesunken. Gestützt wurde die Nachfrage durch Bestellungen aus Europa und den USA sowie durch die Umformtechnik. Der größte Block dieses Marktsegments ist Pressentechnologie für die deutsche und internationale Automobilindustrie. Durch den hohen Anteil des konjunkturunabhängigeren Projektgeschäfts sind die zyklischen Ausschläge hier geringer.

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