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Deutscher Werkzeugmaschinenbau bleibt optimistisch

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Deutscher Werkzeugmaschinenbau: Klarer Gewinner im internationalen Wettbewerb

Mit ihrem Produktionsergebnis war die deutsche Werkzeugmaschinenindustrie 2012 unter den großen Wettbewerbern eindeutig der Gewinner. Wechselkurseffekte ausgeschlossen, ist die chinesische Produktion geschrumpft; die Japaner traten auf der Stelle. Die US-Werkzeugmaschinenproduktion konnte aufgrund des dynamischen Inlandsmarktes zwar zulegen, blieb mit einem Plus von 7 % aber hinter dem Wettbewerber Deutschland zurück. Auch die europäische Werkzeugmaschinenindustrie wuchs insgesamt nur halb so stark wie die Branche in Deutschland. Im Export rückten die deutschen Anbieter wieder näher an Japan heran.

Optimismus für 2013

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Für 2013 erwartet der VDW-Prognosepartner Oxford Economics, dass Industrieproduktion und Anlageinvestitionen weltweit wieder etwas stärker zulegen. Das trifft in allererster Linie für Asien und Amerika zu, weniger für Europa.

Weltwirtschaftliches Umfeld bietet 2013 Rückenwind

Für die Werkzeugmaschinenindustrie in Deutschland leiten sich daraus stabile Bestellungen ab. Der Antrieb sollte vor allem wieder aus Asien kommen. Aktuell zeigen Frühindikatoren in China, das zuletzt 30 % weniger geordert hatte, wieder nach oben. Der Einkaufsmanagerindex ist gegenüber seinem Tiefpunkt im August 2012 im Januar 2013 auf mehr als 52 Punkte gestiegen. Auch die Industrieproduktion wächst wieder zweistellig.

„Alles in allem bietet das weltwirtschaftliche Umfeld 2013 Rückenwind. Frühindikatoren wie der weltweite Einkaufsmanagerindex und das Ifo-Geschäftsklima für die deutsche Werkzeugmaschinenindustrie weisen seit einigen Monaten nach oben“, ist Martin Kapp zuversichtlich.

Im Inlandsmarkt hingegen bleibe die Nachfrage verhalten. Diskussionen um Steuererhöhungen, die schlingernde Energiewende und hohe Energiepreise, die weiterhin schwelende Unsicherheit im Eurobereich mit Unwägbarkeiten auf etlichen Märkten verunsicherten inländische Investoren, so der VDW-Vorsitzende.

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