VDW Deutschland behauptet sich an der Spitze des Werkzeugmaschinenbaus

Redakteur: Stéphane Itasse

Frankfurt am Main (si) – Bei den Werkzeugmaschinen behauptet sich Deutschland an der Weltspitze. Im Export lagen die Hersteller aus der Bundesrepublik auf Platz eins, ebenso bei der

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Im vergangenen Jahr erreichen die deutschen Werkzeugmaschinenbauer ein Produktionsvolumen von 8,2 Mrd. Euro. Dies entspricht nach Angaben des VDW dem zweiten Platz weltweit.
Im vergangenen Jahr erreichen die deutschen Werkzeugmaschinenbauer ein Produktionsvolumen von 8,2 Mrd. Euro. Dies entspricht nach Angaben des VDW dem zweiten Platz weltweit.
( Archiv: Vogel Business Media )

Frankfurt am Main (si) – Bei den Werkzeugmaschinen behauptet sich Deutschland an der Weltspitze. Im Export lagen die Hersteller aus der Bundesrepublik auf Platz eins, ebenso bei der Produktion umformtechnischer Maschinen. In der Gesamtproduktion kamen sie auf den zweiten Platz nach Japan, wie der Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken (VDW) am Dienstag in Frankfurt am Main mitteilte.

Deutschland war zudem drittstärkster Importeur und viertgrößter Markt weltweit. Vergleichbar erfolgreich ist nur Japan, das ebenfalls überall unter den fünf Erstplatzierten rangiert. Lediglich im Import fällt Japan aus der Spitzengruppe heraus. Auf dem zweitgrößten Markt weltweit beträgt die Importquote nur 6%. Japanische Anwender setzen weitgehend Technologie aus ihrem Heimatland ein.

In der Werkzeugmaschinenproduktion werden die deutschen Hersteller im laufenden Jahr aufholen, prognostiziert der Verband. Zuletzt lagen sie mit einem Weltmarktanteil von rund 17% weit hinter den Japanern. „Der Produktionsanstieg war 2006 mit 4% angesichts der sprudelnden Bestellungen jedoch eher verhalten“, kommentiert Carl Martin Welcker, Vorsitzender des VDW. Für 2007 werde er dynamischer ausfallen. Das zeige die VDW-Prognose, die einen Anstieg von 7% erwarte. Die Auftragseingänge der japanischen Hersteller sind hingegen in der zweiten Jahreshälfte 2006 nur noch schmal ausgefallen. Dies wird entsprechend Rückwirkung auf die Produktion 2007 haben, so dass der Abstand zwischen beiden Konkurrenten schrumpfen wird.

Die internationale Werkzeugmaschinenindustrie befindet sich in einer historisch einzigartigen Wachstumsphase, heißt es weiter. Nach aktuellen Schätzungen stieg die Weltproduktion 2006 um 10% auf die neue Rekordmarke von 47,4 Mrd. Euro. Damit ist 2006 das dritte Wachstumsjahr in Folge mit insgesamt 46% Steigerung. In der letzten vergleichbaren Boomphase von 1987 bis 1989 belief sich der Zuwachs „nur“ auf 34%.

Angetrieben wird das internationale Werkzeugmaschinengeschäft von den Asiaten. 2006 produzierten sie etwa die Hälfte des Weltvolumens und verbrauchten es auch gleichzeitig. Europa steht für 42% Anteil, Amerika für 10%. Obwohl Asien schon in den Jahren zuvor die mit Abstand dynamischste Region war, hat es auch 2006 nochmals überproportional zugelegt. In Euro gerechnet, stieg die asiatische Produktion um 12%, der Verbrauch um 14%. Während die Werkzeugmaschinennachfrage in Amerika 2004 und 2005 kräftig wuchs, wird Europa den Hauptschwung im laufenden Jahr 2007 entfalten. Dies zeigen die gestiegenen Inlandsaufträge der europäischen Werkzeugmaschinenhersteller.

China und Indien sind die Protagonisten der asiatischen Aufholjagd. Sie werden flankiert von Südkorea und Taiwan, die ebenfalls zweistellige Produktions- und Verbrauchszuwächse erzielten. Hinzu kommen Märkte wie Russland und Türkei sowie verschiedene kleinere Märkte, die ihre höheren Rohstofferlöse in den Aufbau der Industrie investieren.

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