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Erneuerbare Energien

Dezentraler Marktplatz für die Energieversorgung

| Redakteur: Katharina Bormann

Über einen Marktplatz für Energien aus regionaler Erzeugung sollen Engpässe im Stromnetz vermieden werden.
Über einen Marktplatz für Energien aus regionaler Erzeugung sollen Engpässe im Stromnetz vermieden werden. (Bild: gemeinfrei / CC0)

Durch den immer größer werdenden Anteil dezentral gewonnener Energie aus regenerativen Quellen haben die Stromnetze des Öfteren mit Engpässen und Spannungsproblemen zu kämpfen. Um diesen Engpässen entgegenzuwirken, hat das Forschungsprojekt Flex-4-Energy einen Marktplatz entwickelt, auf dem gespeicherte Energien gehandelt werden können.

Das auf drei Jahre angelegte Projekt stand unter der Leitung von Storegio. Insgesamt waren sechs Projektpartner beteiligt. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie hat das Vorhaben mit rund drei Millionen Euro gefördert. An der Hochschule Darmstadt wurden nun die Ergebnisse des Forschungsprojekts präsentiert. Diese beinhalten unter anderem die Entwicklung eines Marktplatzes, der es Netzbetreibern möglich macht, von Betreibern flexibler Verbrauchs- und Erzeugeranlagen oder Speichersystemen zusätzliche Unterstützung einzukaufen. Durch die so entstehende Flexibilität in der Stromabnahme sollen eine problemlose Stromversorgung gewährleistet und steigende Kosten für den Netzausbau vermieden werden.

Marktplatz für Leistungsreserven als Einnahmequelle

Generell ist die Energieerzeugung durch Photovoltaik-Anlagen oder etwa Windräder von Witterungseinflüssen abhängig. Die zeitlich und örtlich begrenzten Leistungsspitzen bei Einspeisung und Entnahme vom Netz bringen die Stromnetze durch temporäre Engpässe und Spannungsprobleme oftmals an ihre Grenzen. Durch Flex-4-Energy sollen solche Probleme bald der Vergangenheit angehören, heißt es. Besonders geeignet seien Batteriespeichersysteme, die in beide Richtungen einsetzbar sind und im Zuge der Digitalisierung immer mehr Flexibilitätspotenziale bieten.

Als Prototyp wurde der Marktplatz nun im Netzgebiet der Entega in Groß-Umstadt eingeführt. Ein Batteriespeichercontainer von ADS-TEC dient als Quartierspeicher zur Pufferung der aus den Solaranlagen auf den umliegenden Häuserdächern gewonnenen Energie. Hat der Speicher noch Leistungsreserven übrig, könne er sie als Flexibilitätspotenziale auf dem Marktplatz anbieten und somit zusätzliche Einnahmen generieren, was auch die Wirtschaftlichkeit der Investition unterstütze, so das Fraunhofer-Institut für Experimentelles Software Engineering (IESE), einer der Projektpartner.

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