AMB 2018

Die AMB bricht alle Rekorde – jetzt heißt es wieder „schaffe, schaffe, Häusle baue"...

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Halbzeit mit Finalsieger-Feeling

Schon bei der Halbzeit der AMB, der wichtigsten Werkzeugmaschinenmesse des Jahres, der AMB 2018 konnten die Beteiligten eine positive Zwischenbilanz ziehen, heißt es vom Messeveranstalter. „Wir haben einen hervorragenden Messeanlauf gehabt mit einer hohen Besucherdichte schon am Morgen des ersten Tages“, betont Dr. Niklas Kramer, Direktor Zentraleuropa für Produkte und den Industriebereich beim Präzisionswerkzeugehersteller Sandvik Coromant.

Die Digitalisierung stehe bei Sandvik, so wie auf der gesamten AMB, natürlich auch an der Spitze der Agenda. War auf der AMB 2016 vieles noch in der visionären Phase, so wird es 2018 „sehr konkret“, indem man Produkte und Services, die heute schon existieren, durch digitale Ergänzungen verbessern sowie schneller und günstiger machen kann, sagt Kramer. Das ermögliche auch ganz neue Geschäftsmodelle, welche die Produktivität der Anwender deutlich voranbringe.

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Kramer freue sich außerdem gleich doppelt, denn es ist gelungen, das zweite Mal in Folge, auch den „MM-Award“ des Industriemagazins MM Maschinenmarkt für das innovativste Produkt zu ergattern.

Flexibilität ist auch bei großen Stückzahlen gefragt

Ein weiteres zentrales Thema der AMB ist die Automatisierung. Vor allem flexible Lösungen seien gefragt – selbst im Automobilbau, mit seinen meist großen Stückzahlen. Denn trotz durchweg positiver Geschäftszahlen treibt viele eine gewissen Skepsis gegenüber der Zukunft um, wie die Messe Stuttgart registriert. So berichtet Peter Weber, Geschäftsführer von Heller Europe, einem Werkzeugmaschinenhersteller mit traditionell starkem Standbein in der Automobilindustrie, dass viele Kunden flexible Lösungen suchen: „Wir werden etwa oft gefragt, was man mit der infrage kommenden Maschine sonst noch machen kann.“ Damit einher gehe auch die Forderung nach immer höherer Genauigkeit, denn hochdrehende Elektromotoren und dennoch geräuscharme Elektromobile erforderten ganz andere Präzisionslevel. Weber erklärt: „Die Toleranzen, die heute gefordert werden, sind am absoluten Limit angekommen und wir müssen uns schon einiges einfallen lassen, um die Anforderungen erfüllen zu können.“ Bisher aber, gelinge das aber immer. Weber spricht außerdem ein weiteres „heißes Eisen“ der Branche an: Den Nachwuchs- und Mitarbeitermangel, der auch bei Heller angekommen sei. „Wir nutzen verschiedene Möglichkeiten der Mitarbeitergewinnung. Das fängt schon bei einer Messe wie der AMB an, die für uns unter die Top-3-Messen der Welt zählt, und viel Potenzial für künftige Mitarbeiter bietet.“

Die Paul-Horn-Halle punktet vielfältig

„Es ist uns gelungen in diese schöne neue Halle 10 zu kommen und die Frequenz ist vom ersten Messetag an sehr gut. Wir verzeichnen eine 20%ige Steigerung bei den Besuchern am Messestand im Vergleich zur letzten AMB schon am ersten Tag“, freut sich Dr.-Ing. Stefan Hansch, Geschäftsführer des österreichischen Werkzeugmaschinenherstellers Emco. Auch bei diesem AMB-Akteur sei die Digitalisierung in der Werkshalle angekommen. Hansch ergänzt: „Wir erleben, dass über das faktische Tun, die breite Masse nun auch an das Thema heran kommt.“ Deshalb biete Emco etwa eine Plattform, die die Vernetzung zur Tatsache werden lasse: „Der Nutzer muss vorab gar nicht groß in die technischen Hintergründe einsteigen, sondern er erlebt jetzt im Handeln den Nutzen – und damit kommt dann auch die Akzeptanz“, verspricht der Emco-Entscheider.

Neue Halle mit neuen Präsentations-Chancen

Begeistert von der Paul Horn Halle (Halle 10) ist man auch bei Chiron. Bernd Hilgarth ist das für den Vertrieb zuständige Geschäftsleitungsmitglied der Chiron Werke. „Wir hatten am ersten Tag 10 % Plus und am zweiten Tag sogar 20 %, wobei auch die Qualität der Kontakte stimmt,“ so sein vorläufiges Fazit. „Wir sind sogar an die Grenzen der Logistik bei der Kundenbetreuung gekommen“,merkt Hilgarth an. Mit der Halle 10 sei es Chiron auch erstmals möglich, die gesamte Markenpalette der Gruppe auf einem Stand zu vereinen.

Ein wichtigstes Thema, das den Kunden auch unter den Nägeln brennt, ist laut Hilgarth die Elektromobilität. „Wir werden gefragt, wie wir das beurteilen und was wir unternehmen“, sagt Hilgarth. Chiron wollte es, wie es heißt, schon 2015 genau wissen und hat selbst eine Studie in Auftrag gegeben, die die Auswirkungen untersuchte. Sie kam, wie Hilgarth wissen lässt, zu ganz ähnlichen Ergebnissen: Chancen und Risiken liegen demnach nah beieinander. „Uns ist bewusst, dass es Umsatzrückgänge geben wird und darauf gilt es zu reagieren. Darüber hinaus erschließen sich aber neue Potenziale und ganz neue Märkte. So gelingt es uns, nicht nur den Rückgang zu kompensieren, sondern sogar weiter zu wachsen“, erklärt der Chiron-Geschäftsleiter.

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