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Motek 2014 Die Anwender geben in der Automatisierung den Ton an

| Redakteur: Frank Jablonski

Um Ressourcen zu schonen, müssen die Unternehmen flexibler in der Produktausgestaltung werden. Immer mehr Anwender kommen mit konkreten Vorstellungen auf die Unternehmen zu. Umgekehrt bieten die Automatisierer mehr und mehr maßgeschneiderte Produkte an. Das zeigte sich in Gesprächen der MM-Redaktion mit Ausstellern auf der Motek 2014.

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Produkte stehen im Vordergrund der meisten Gespräche auf der Motek, wie hier am Stand des Präzisionsdosierers Hormec Technic. Jedoch geht der Trend dahin, modulare Lösungen zu erarbeiten, um passgenauere Anlagen bauen zu können.
Produkte stehen im Vordergrund der meisten Gespräche auf der Motek, wie hier am Stand des Präzisionsdosierers Hormec Technic. Jedoch geht der Trend dahin, modulare Lösungen zu erarbeiten, um passgenauere Anlagen bauen zu können.
(Bild: Jablonski )

Wir müssen die Ressourcen schonender nutzen und energieeffizienter arbeiten, lautet eine häufig an den Ständen geäußerte Forderung der Besucher. „Ressourcenschonung ist sicher ein Top-Trend“, bestätigt auch Theo Paulus von Aventics, ehemals Bosch Rexroth. Aus seiner Sicht ist es dazu notwendig, flexibler in der Produktausgestaltung zu werden.(Blättern Sie auch durch unsere große Bildergalerie zur Motek 2014.)

Der Preisfalle des Premiumsegments entfliehen

Modulare, vom Anwender konfigurierbare Produkte sind für Aventics die Antwort. Ein neu entwickelter Online-Konfigurator soll die Anwender dabei unterstützen, Drehantrieb, Zylinder oder Ventilsystem individuell zusammenzustellen. Auf die Anforderungen der jeweiligen Lösung bezogen, kann beispielsweise auf Dynamik oder Energieeffizienz optimiert werden. Oder man kann flexibel auf eine Veränderung – etwa der zu bewegenden Gewichte – reagieren. Alles in allem ein Konzept mit dem positiven Nebeneffekt, gleichzeitig aus der Preisfalle des Premiumsegments zu entfliehen.

Dass die Anwender insgesamt genaue Vorstellungen haben, bestätigt auch Heiko Röhrig, Leiter Vertrieb und Marketing bei der EGS Automatisierungstechnik: „Ich kenne keine andere Messe, auf der so viele Kunden mit konkreten Bauteilen und Zeichnungen auf unseren Stand kommen.“

Elektromechanik bietet vermehrt maßgeschneiderte Produkte an

Auch in der Elektromechanik werden mehr und mehr maßgeschneiderte Produkte angeboten. Ein Beispiel ist das Fügesystem von Kistler. Nach Angaben der Entwickler werden hier bis zu 80 % Energie eingespart. Doch auch bei Kistler kommt man um das Thema Service nicht herum und wirbt mit einem weltweiten Netz.

Auf den Einsatz speziell in Kompressoren optimiert ist das Produkt eines neuen Anbieters auf der Motek: Rainer Lange, Spezialist für synthetische Schmierstoffe bei Exxon Mobil, ist überzeugt, mit seinem neuen Schmierstoff die Anlagenverfügbarkeit und Produktivität bei der Drucklufterzeugung zu erhöhen.

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