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Werkzeugbau Die Chancen des Werkzeugbaus in Zeiten von Industrie 4.0

| Redakteur: Mag. Victoria Sonnenberg

Auf dem Werkzeug- und Formenbau Forum von Makino, vom 24. bis 25. Januar, standen aktuelle Themen zur Zukunft des Werkzeug- und Formenbaus im Mittelpunkt. Die Teilnehmer hatten dabei die Möglichkeit sich mit Experten aus Industrie und Forschung auszutauschen.

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Rund 170 Interessenten nahmen am ersten Tag des Werkzeug- und Formenbau Forums bei Makino in Kirchheim unter Teck teil.
Rund 170 Interessenten nahmen am ersten Tag des Werkzeug- und Formenbau Forums bei Makino in Kirchheim unter Teck teil.
(Bild: Sonnenberg)

Wird die vierte industrielle Revolution Lösungen für Werkzeugbauer bereithalten, um trotz Fachkräftemangel überleben zu können? Kann sich die Branche arbeitsintensive Arbeiten wie das Polieren in der Zukunft noch leisten und gibt es dann noch Fachkräfte, die diese Tätigkeit ausüben können?

Diese und viele weitere Fragen diskutierten die Teilnehmer des Werkzeug- und Formenbau Forums von Makino. Hochkarätige Referenten aus Forschung und Industrie gaben einen tiefen Ein- aber auch Ausblick in die Zukunft des Werkzeug- und Formenbaus. Ziel des Forums war es, Antworten und Ideen hervorzubringen für die Fragestellungen eines typischen Werkzeugbauers, die sich neben dem Fachkräftemangel ebenfalls um neue Technologien wie der additiven Fertigung aber auch auf den Einfluss der Digitalisierung drehen. Neben Ansätzen und Lösungen zum Smart Manufacturing stand immer wieder ein Hauptakteur von Industrie 4.0 im Mittelpunkt: egal wie und in welchem Ausmaß man sich vernetzt – der Schlüssel ist und bleibt das Technologieverständnis. Eigentlich eine selbstverständliche Voraussetzung – in Zeiten von akut fehlenden Spezialisten im MINT-Bereich, nicht besetzten Lehrstellen und Nachfolger-Problemen eine enorme Herausforderung.

Produktivitätsgewinn durch Vernetzung und Digitalisierung

Beispielsweise Dr. Kristian Arntz, ein Referent zum Thema Werkzeugbau in Zeiten von Industrie 4.0 – Technologie und Organisation betrachtete drei technologische Möglichkeiten, die die Produktionstechnik revolutionieren sollen und gleichzeitig Chancen bieten, langfristige Wettbewerbsvorteile zu realisieren. Darunter die Echtzeit-Optimierung: Verbesserung komplexer Wertschöpfungssysteme auf Basis von analysierten Realdaten und Prognosen. Die zweite technologische Möglichkeit wurde die vertikale Integration genannt, also die Veränderung der Maschinenarchitektur vom mechatronischen zum Cyber-physischen System. Als dritte technologische Möglichkeit wird die horizontale Vernetzung genannt, diese meint die Nutzung des Internets der Dinge und Dienste in Wertschöpfungssystemen.

Beide Veranstaltungstage wurden von einer Podiumsdiskussion sowie Live-Vorführungen abgerundet.

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