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SKF in Schweinfurt Die „Dunkle Seite“ des Designs optimiert das Gewicht von Flugzeugen

| Redakteur: Peter Königsreuther

Mit dem sogenannten „Black Design“ haben die Experten des SKF aus Schweinfurt eine besondere Verbundwerkstoff-Technologie geschaffen, die Flugzeugbauern noch mehr Einsparpotenzial in puncto Gewicht bringen soll.

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Die Schweinfurter SKF-Experten haben einen neuartigen Verbundwerkstoff entwickelt, wie es heißt! Der Luftfahrtindustrie soll mit dem sogenannten „Black Design“...
Die Schweinfurter SKF-Experten haben einen neuartigen Verbundwerkstoff entwickelt, wie es heißt! Der Luftfahrtindustrie soll mit dem sogenannten „Black Design“...
(Bild: SKF)

Das „Black-Design-Konzept“ von SKF ermöglicht es jetzt, leichte, aber hoch leistungsfähige strukturelle Bauteile aus Verbundwerkstoff für ein viel größeres Spektrum an Luftfahrtanwendungen zu entwerfen und herzustellen als das nach Aussage der SKF-Experten bisher möglich war. Zu den neuen Anwendungsfeldern gehörten etwa Strukturleisten oder auch Aufhängungen, Verbindungsteile und sonstige Schnittstellen, bei denen Lager in das Verbundwerkstoffteil integriert werden, wie es weiter heißt.

Flugzeug-Kleinteile aus Verbundwerkstoffen werden wirtschaftlicher

„Black Design“ wird als innovativer Metallersatz beschrieben, der die Luftfahrtindustrie dabei unterstütze, noch leichtere Konstruktionen zu verwirklichen, die weder korrodieren noch empfindlich gegen Ermüdungsrisse seien. Zwar konnten durch den Einsatz von Verbundwerkstoffen – allen voran carbonfaserverstärkte Komponenten (CFK) – in modernen Verkehrsflugzeugen das vormalige Gewichtsniveau bis heute praktisch halbieren, doch schien damit nun eine Grenze erreicht, sagt das SKF. Denn die strukturelle Performance herkömmlicher Verbundwerkstoff-Designtechniken würden sich kaum für kleine, tragende strukturelle Schnittstellenteile, wie man sie in modernen Flugzeugen zuhauf vorfindet, eignen.

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Metall-CFK-Kombinations-Probleme werden entschärft

Das kann sich nun ändern, wie die Erfinder aus Schweinfurt betontn: Dank der „SKF Black Design“-Idee lassen sich bestehende Konstruktionsverfahren für carbonfaserverstärkte Kunststoffteile nun mit innovativen Entwurfstechniken kombinieren, wie es weiter heißt. Dadurch erweitere sich der Anwendungsbereich für Verbundwerkstofflösungen auf Strukturteile, die in puncto Masse-/Kosten-Verhältnis sehr gut mit den aktuell üblichen Metallkomponenten mithalten könnten. Darüber hinaus könne „SKF Black Design“ viele der Probleme aus der Welt schaffen, die beim Kombinieren von Metall- und Compositelementen in einem Strukturbauteil ansonsten drohten, wie etwa die Gefahr der Kontaktkorrosion durch elektrochemische Effekte zwischen Metall und Carbonwerkstoffen.

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