Integrated Energy Plaza Die Energiewende gelingt integriert

Redakteur: Stéphane Itasse

Effizient, erneuerbar und digital: Das Energiesystem der Zukunft wird eine andere Gestalt annehmen als das heutige, wie die über 1200 Austeller der Leitmesse Energy auf der Hannover-Messe vom 24. bis 28. April 2017 zeigen.

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Auch 2017 können sich die Besucher auf der Integrated Energy Plaza über das richtige Zusammenspiel von Energieerzeugung und -verbrauch informieren.
Auch 2017 können sich die Besucher auf der Integrated Energy Plaza über das richtige Zusammenspiel von Energieerzeugung und -verbrauch informieren.
(Bild: Hannover Messe)

Das Angebot der Unternehmen reicht von dezentraler Energieversorgung und Windenergie über Wasserstoffproduktion, Sektorkopplung, Speicherung, Energieeffizienz, Elektromobilität bis hin zu Smart Grids. „Unter dem Motto Integrated Energy werden dort alle Fragen rund um die Energiewirtschaft der Zukunft von Experten aus Politik und Wirtschaft diskutiert“, sagt Benjamin Low, Global Director Energy bei der Hannover Messe.

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Im Mittelpunkt steht 2017 erneut die Integrated Energy Plaza. Sie kombiniert Forum, Aussteller und interaktive Exponate. Schwerpunkte sind die Digitalisierung der Energiewende, virtuelle Kraftwerke, Sektorkopplung sowie Energiespeicher. Vorgestellt werden unter anderem aktuelle Kopernikus-Projekte für die Energiewende, dabei handelt es sich um eine Förderinitiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, sowie aktuelle Projekte des Förderprogramms „Schaufenster intelligente Energie – Digitale Agenda für die Energiewende“ (Sinteg), das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gestartet wurde. Die Dena (Deutsche Energie-Agentur GmbH) organisiert mit mehreren Partnern der Integrated Energy Plaza das Forenprogramm.

Optimiertes Zusammenspiel im Energiesystem gefordert

„Für ein zukunftsfähiges Energiesystem geht es um mehr, als alle Sektoren pauschal zu elektrifizieren. Wir brauchen Integrated Energy, also eine integrierte Energiewende. Es geht um ein optimiertes Zusammenspiel der unterschiedlichen Akteure und Technologien über alle Sektoren hinweg.“, sagt Andreas Kuhlmann, Vorsitzender der Geschäftsführung der Dena.

Prof. Dr. Veit Hagenmeyer vom Institut für Angewandte Informatik am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) sieht vor allem in der „Transformation von einem zentralen zu einem stärker dezentralen Energiesystem“ die entscheidende Herausforderung auf dem Weg zu einer „sicheren, bezahlbaren und sauberen Energieversorgung“ von morgen. Denn die Erschließung erneuerbarer Energien bei der Stromerzeugung komme „einer Aberntung von Energie in der geografischen Fläche gleich“. Seine Forderung ist deutlich: „In der Zukunft muss die zeitweise überschüssige erneuerbare Energie durch Speicherung zum Teil in anderen Energieträgern, Demand-Side-Management und Netzmanagement nutzbar gemacht werden“. Darüber hinaus verspricht die Umwandlung in andere Energieträger, wie großskalierte Elektrolysesysteme zur Herstellung von Wasserstoff aus überschüssigem Wind- und Solarstrom und weitere Prozessrouten für Power-to-Liquid und Power-to-Chemicals, großes Potenzial.

Starke Netze für die Energiewende unabdingbar

Dass dabei leistungsfähige Netzstrukturen die Basis für zukünftige Energiesysteme sein werden, demonstriert der Weltmarktführer für Energie- und Telekommunikationskabel, die Prysmian Group, auf der Integrated Energy Plaza. „Eine der großen Herausforderungen ist nach wie vor die zuverlässige Einspeisung und Übertragung von erneuerbarer Energie. Den Wandel von der zentralen hin zur dezentralen Energieerzeugung begleiten wir auf allen Ebenen“, sagt Hans Koch, Geschäftsführer der Prysmian Group Deutschland; und fügt hinzu: „Im Mittelpunkt stehen aber auch Hoch-, Mittel- und Niederspannungskabel zur Energieverteilung bis in die Haushalte sowie Kabel für die Netzanbindung von On- und Offshore-Windparks.“

Integrated Energy Plaza,auf der Hannover-Messe 2017: Halle 27

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