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MM-Index Die Entwicklung des MM-Index KW 44/2015 in Kürze

| Autor: Robert Horn

Die Exporterwartungen für den Rest des Jahres gehen zurück, die Aufträge im Maschinenbau sinken: Die schwindend gute Stimmung drückt auch den MM-Index in der KW 44 zeitweise in die Knie; erst zum Wochenende steigt die Stimmung auf 0,54 Punkte.

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Die Titelseite des MM MaschinenMarkt 46/2015 zeigt die Entwicklung des MM-Index der KW 44/2015.
Die Titelseite des MM MaschinenMarkt 46/2015 zeigt die Entwicklung des MM-Index der KW 44/2015.
(Bild: MM)

Für die Berechnung des MM-Index werden insgesamt 13 Parameter, die die Lage des Maschinenmarktes beeinflussen, je nach Relevanz für die Branche gewichtet. Die Kurve des MM-Index liegt immer zwischen 0 und 1. In 2015 lag der bisherige Tiefststand bei 0,47 Punkten (29.4.), der bisherige Höchststand bei 0,60 (26.1.2015).

Es bleibt ruhig auf den Devisenmärkten – Yuan legt zu

Bei den Devisen hat sich in der Kalenderwoche 44 laut unseren Experten von SMP nicht besonders viel getan. Der Euro-Dollarkurs liegt mit - 0,7 % bei 1,1011, der Euro-japanischer Yen Kurs auch mit - 0,7 % bei 132,83 Yen/Euro und der Euro-chinesischer Yuan Kurs mit 0,6 % bei 6,96 Yuan/Euro. Alleine der Euro-Rubel Kurs konnte auf Wochensicht deutlich mit 2,7 % an Wert gewinnen und liegt derzeit bei 70,11 Rubel für einen Euro.

Die chinesische Notenbank will die Landeswährung Yuan (Renminbi) stärker den Marktkräften aussetzen. Es werde darüber nachgedacht, ausländischen institutionellen Investoren eine Beteiligung an chinesischen Börsengängen zu ermöglichen, heißt es. Der Yuan legte im Anschluss an die Ankündigungen deutlich zu und verzeichnete den stärksten Kursanstieg zum Dollar seit 2005.

Rohstoffe verlieren weiter an Wert

Im Allgemeinen haben sich die Rohstoffe in der vergangenen Woche allesamt deutlich vergünstigt und somit an Wert verloren. Der Ölpreis Sorte Brent ist auf Wochensicht um 3,62 % auf 48,58 USD/Barrel gefallen. Dies liegt weiterhin an der deutlichen Überkapazität am Markt. Allerdings sprechen die aktuellen Nachrichten von den Ölunternehmen für einen langfristigen Preisanstieg.

Die Probleme der US-Schieferölproduzenten und die Verluste führender konventioneller Ölproduzenten werden eine massive Kürzung der Investitionen zu Folge haben. Damit wird zumindest der Produktionsanstieg in den kommenden Jahren stark gebremst und die Preise demzufolge langfristig steigen.

Weitere Rohstoffentwicklungen: Stahl liegt als einzige Ausnahme immer noch unverändert bei 170 USD/t. Eisen liegt bei 52,74 USD/kg (- 1,9 %), Aluminium bei 1481 USD/kg (- 4,4 %), Kupfer bei 51140 USD/t (- 1,9 %), Zink bei 1711 USD/t (- 4,5 %), Zinn bei 15022 USD/t (- 6,0 %) und Nickel bei 10060 USD/t (- 3,1 %). Außergewöhnliche Gründe konnten von unseren Experten für die deutlichen Preisrückgänge nicht identifiziert werden. Es bleibt bei der generellen Überversorgung, angetrieben durch China.

Verbraucherpreise stagnieren

Die Arbeitslosenquote ist im Oktober im Euroraum auf 10,8 % gesunken. Damit hat die Quote den niedrigsten Wert seit Januar 2012 erreicht.

Dennoch bleibt die Stimmung im deutschen Maschinenbau verhalten, die Exporterwartungen gehen weiter zurück. Der MM-Index kippte im Verlauf der Woche von guten 0,57 Punkten auf ein Wochentief von 0,52 Punkte. Zum Wochenende stieg die Stimmung aber wieder auf 0,54 Punkte.

Weiterhin hat sich die Inflationsrate wieder aus dem negativen Bereich entfernt. Die Verbraucherpreise hatten im Oktober im Jahresvergleich stagniert. EZB-Chef Draghi will Inflation weiter mit aller Kraft erhöhen. Es ist offen, ob er dafür im Dezember mit einer Lockerung der Geldpolitik ausgeht. Konkret zur Diskussion stünden eine weitere Absenkung des Einlagensatzes und eine Ausweitung des Anleihekaufprogramms.

* Toni Schmidt ist Consultant bei Struktur Management Partner, einem der drei MM-Index-Partner.

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