Lagertechnik

Die Fertigungs-Performance wird durch Blechlager gepusht

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Herzstück ist ein Kasto-Blechlagersystem der Baureihe Unitower B 3.0 mit 89 Paletten-Lagerplätzen. Die Paletten nehmen Bleche im Format 3000 x 1500 mm auf und können bis zu einer Stapelhöhe von 90 mm mit verschiedensten Blechen beladen werden. Die Nutzlast liegt bei jeweils 3 t, sodass Keller sofort auf rund 270 t Bleche zugreifen kann. Das Unternehmen, das Bleche aus Stahl, Niro und Aluminium in Dicken von 0,5 bis 20 mm verarbeitet, erreicht mit dieser Lagerkapazität einen hohen Verfügungsgrad und kann damit auf Kundenwünsche schnell und flexibel reagieren. Das automatische Turmlagersystem besitzt zur Ein- und Auslagerung von Systempaletten sowie zu direkten Beschickung des Beladesystems an der Laseranlage mit Blechen eine Querstation (Station I) mit Querfahrwagen und eine Längsstation (Station II) mit Längsfahrwagen. Zur Be- und Entladung der ausgepackten Blechpakete per Stapler oder Hallenkran ist der Querfahrwagen mit einer hydraulischen Stempel-Hubeinrichtung ausgerüstet.

Automatisches Lagersystem als Herz des Materialfluss-Konzepts

Der Längswagen zur Versorgung des Laseranlagen-Beladesystems hat einen Ablageplatz zum sukzessiven Ein- und Auslagern von Systempaletten sowie für die hauptzeitparallele Rückführung nicht mehr benötigter Bleche und Paletten. Beide Fahrwagen haben eine optische Konturenkontrolle, um in jedem Paletten-Beladezustand einen sicheren Betrieb zu ermöglichen und Störungen zu vermeiden. Für das Paletten- und Blech-Handling ist das dynamische Regalbediengerät zuständig, das mit Fahrgeschwindigkeiten von bis zu 22 m/min im Hubwerk und 20 m/min in der Systempaletten-Zieh-/Schiebeeinrichtung arbeitet. Die Systemsteuerung Kasto-Easycontrol ist als Automatik- oder Handsteuerung nutzbar und beinhaltet auch die Auftragsverwaltung für das gesamte Lagersystem. Zudem besteht eine Schnittstelle zum Beladesystem der Laserschneidanlage, um den sicheren Beschickungsablauf zu gewährleisten.

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„Wir konnten hier auf Grundlage der Standardausführungen des Blechlagerturms Unitower B 3.0 und mit angepasster Anordnung der Quer- und Längsstationen eine sehr kompakte Anlage realisieren“, erläutert Martin Stöckle, Vertriebsteamleiter bei Kasto. „Da die Platzverhältnisse durch die Anordnung der Laserschneidanlage und des weiteren Equipments in der Halle ziemlich beengt waren, machten wir den Vorschlag, das Lagersystem hinter der bestehenden Hallenwand aufzustellen, um die Blechpaletten auf kürzestem Weg in den Bereich des Beladesystems befördern zu können.“ Dadurch minimieren sich die Wechselzeiten und die Laseranlage ist im 1,5-schichtigen Betrieb mit Bedienung sowie in der zweiten und dritten unbemannten Schicht fast unterbrechungsfrei nutzbar. Dies ermöglicht zum einen ein signifikantes Produktivitäts-Plus von rund 25 %. Zum anderen sorgte die aktuelle Lager- und Bestandsübersicht dafür, dass Keller seinen Lagervorrat optimieren und zudem den Verschnitt verringern konnte. „Hinzu kommen weitere Vorteile wie die Vermeidung von Beschädigungen durch mehrfaches Lager- und Transport-Handling, die bessere Auslastung der Laseranlage durch geringere Stillstandzeiten, der Wegfall des Transports von Außenlagern und damit auch der Schutz vor Witterungseinflüssen“, resümiert Harald Keller.

Kasto auf der Euroblech 2016: Halle 11, Stand E16

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