Finanzen

Die frühzeitige Regelung der Unternehmensnachfolge zahlt sich aus

Seite: 2/3

Anbieter zum Thema

Auch für den Übergang auf die nächste Familiengeneration empfiehlt es sich, Ziele klar zu definieren, einen konkreten Nachfolgeplan aufzustellen und konsequent abzuarbeiten. Ansonsten besteht die Gefahr, dass der Juniorchef noch mit 50 ohne wirkliche Entscheidungsfreiheit ist und der ewige Assistent des Papas bleibt.

Mehrere Alternativen zur familieninternen Unternehmensnachfolge

Steht eine familieninterne Nachfolge nicht zur Disposition, hat der Unternehmer verschiedene andere Handlungsoptionen. Insbesondere liegt dann der Verkauf nahe. Mit der wirtschaftlichen Erholung nach den Krisenjahren 2008 und 2009 sowie steigenden Umsätzen, Gewinnen und Bewertungen ist diese Option zuletzt wieder attraktiver geworden.

Mögliche Modelle sind der Verkauf an Mitarbeiter (durch einen sogenannten MBO – Management-Buy-Out) oder an ein externes Team (MBI – Management-Buy-In) (siehe Grafik). Eine andere Möglichkeit ist der Verkauf an einen strategischen Investor, beispielsweise einen Marktbegleiter.

Verkauf an strategischen Investor muss kein Ausverkauf sein

Aufgrund des Synergiepotenzials ist der strategische Verkauf natürlich oft die wirtschaftlich attraktivste Option. Viele befürchten dabei jedoch den Ausverkauf des Betriebs. Dies muss jedoch nicht zwangsläufig so sein. Oft können durch gezielte Analyse und Auswahl strategische Käufer identifiziert werden, die auch eine positive Perspektive für den Betrieb nach dem Verkauf erwarten lassen.

Viele Unternehmer unterschätzen Dauer und Umfang eines professionellen Verkaufsprozesses. Oft ist die synchrone Ansprache mehrerer Kaufinteressenten auf Basis zielgruppenorientierter Unterlagen sinnvoll. Dabei sollte nicht unterschätzt werden, dass die parallele Ansprache und Betreuung von potenziellen Käufern erheblich Ressourcen bindet und den Unternehmer bei der Ausübung seiner Führungsaufgaben im operativen Tagesgeschäft einschränken kann.

Kurzexposé hilft beim Abklären grundsätzlichen Interesses

Die Unterlagen sollten dem Käufer ein klares, ausgewogenes Bild des Unternehmens vermitteln. Ein Kurzexposé hilft bei der Abklärung grundsätzlichen Interesses. Ein längeres Memorandum für konkret Interessierte stellt aggregiert das Gesamtunternehmen dar und enthält in der Regel auch die typischen Elemente eines Businessplans – wie beispielsweise eine Mittelfristplanung.

Ziel ist, dem Kaufinteressenten zu ermöglichen, den Wert des Unternehmens und den eventuellen spezifischen Zusatznutzen für ihn zu erkennen, ohne detaillierten Einblick in alle, teilweise auch sensible, Unternehmensbereiche gewähren zu müssen. Die Abgabe einer ersten Angebotsindikation sollte dem Kaufinteressenten auf Basis dieser Unterlagen möglich sein.

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung.

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung

(ID:29424260)