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Löhne Die Inflation frisst das Gehaltsplus für 2019 auf

| Redakteur: Melanie Krauß

Um 2,5 % werden die Löhne und Gehälter im laufenden Jahr in Westeuropa durchschnittlich steigen. Zieht man die Inflation ab, bleibt gerade einmal ein Reallohnzuwachs von 0,7 % übrig.

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Durch die Inflation steigen die Löhne in Deutschland 2019 voraussichtlich nur um 1,0 %.
Durch die Inflation steigen die Löhne in Deutschland 2019 voraussichtlich nur um 1,0 %.
(Bild: © flydragon - stock.adobe.com)

Inflationsbereinigt können Beschäftigte in Westeuropa für 2019 lediglich mit einem Gehaltsplus von 0,7 % rechnen. Das ist das Ergebnis des jährlichen Global Salary Forecast 2019 der Personal- und Organisationsberatung Korn Ferry. „Die Inflation ist im Vergleich zum Vorjahr noch einmal leicht angestiegen. Allerdings haben die Unternehmen die Nominallöhne nicht signifikant erhöht“, sagt Christine Seibel, Vergütungsexpertin bei Korn Ferry. „Die Folge: Erneut ist das reale Plus für die Beschäftigten in nahezu allen Weltregionen marginal.“

Die geringsten Reallohnzuwächse in Westeuropa haben Schweden (0,1 %), die Schweiz (0,2 %) und Portugal (0,3 %) zu erwarten. In Finnland werden die Löhne inflationsbereinigt überhaupt nicht steigen. Die kräftigsten Zuwächse werden für Luxemburg (1,3 %), Dänemark und Irland (je 1,1 %) prognostiziert. Deutschland liegt mit 1,0 % im vorderen Mittelfeld. Großbritannien (0,6 %) und Frankreich (0,5 %) liegen deutlich dahinter.

„Immobilien und Aktien sind bis heute kein Bestandteil bei der Inflationsberechnung“, so Seibel. „Bei niedrigen Zinsen bleiben faktisch gerade jungen und weniger einkommensstarken Menschen so kaum Möglichkeiten, langfristig Vermögen aufzubauen. Das marginale Gehaltsplus kann sich darum auch wie ein subjektiv empfundenes Minus anfühlen.“

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