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Sonderschau Jugend auf der Metav 2018 Die Menschen müssen Schritt halten können

| Redakteur: Helmut Klemm

Eine Jugendsonderschau macht auf berufliche Chancen in der Metallindustrie aufmerksam und informiert über Lernstrategien in einem anspruchsvollen technischen Umfeld.

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Die positiven wirtschaftlichen Rahmendaten bieten derzeit wie selten zuvor beste Chancen, spannende, anspruchsvolle und gut bezahlte Berufe in der Metallindustrie zu finden.
Die positiven wirtschaftlichen Rahmendaten bieten derzeit wie selten zuvor beste Chancen, spannende, anspruchsvolle und gut bezahlte Berufe in der Metallindustrie zu finden.
(Bild: Nachwuchsstiftung Maschinenbau)

„Mach was mit Zukunft. Deine Chance im Maschinenbau“ – so lautet das Motto der Jugendsonderschau auf der Metav 2018, die den wirtschaftlichen Rahmendaten zufolge wie selten zuvor in einem positiv gestimmten Umfeld stattfindet, in dem es beste Chancen gibt, spannende, anspruchsvolle und gut bezahlte Berufe in der Metallindustrie zu finden.

„Der Werkzeugmaschinenindustrie geht es derzeit blendend“, sagt Peter Bole, Leiter der Nachwuchsstiftung Maschinenbau, die im vergangenen Jahr als Nachfolgeorganisation der 2009 gegründeten VDW-Nachwuchsstiftung geschaffen wurde, nachdem der VDMA beim bis dahin alleinigen Träger VDW eingestiegen war. Die neu formierte Stiftung organisiert den Sonderstand und versucht, Schüler, Lehrer und Ausbilder auf das attraktive Berufsfeld aufmerksam zu machen.

Ein zentrales Motiv der Initiative ist der auch bei vielen technischen Berufen seit vielen Jahren registrierte Mangel an Fachkräften. Auch bei gut renommierten Berufen, wie etwa Mechatroniker oder IT-Fachkraft, stehen nach den Angaben der Bundesagentur für Arbeit der Anzahl offener Stellen zeitweilig nur noch die Hälfte oder gar weniger an arbeitssuchenden Fachkräften gegenüber.

Im Rahmen der Sonderschau in der Halle 17, Stand A89, werben 13 namhafte Unternehmen und Institutionen für Ausbildungen, Berufe und Karrieren im Maschinenbau. „Das Konzept der Sonderschau sieht vor, alle Beteiligten ins Boot zu holen“, erklärt Bole. „Wir wollen und müssen junge Leute für eine Ausbildung gewinnen und ihnen aktuelle Ausbildungsinhalte bestmöglich vermitteln.“ Dazu gehöre nach wie vor das Grundlagenwissen in der Metallbearbeitung, hinzu kämen inzwischen aber auch Kenntnisse in CAD/CAM, digitaler Fertigung, Vernetzung und Softwareprogrammierung im Rahmen von Industrie 4.0.

Auch die Hightech-Strategie der Bundesregierung, insbesondere das Zukunftsprojekt Industrie 4.0, zielt auf die Vernetzung von Industrieprozessen. Der Maschinenbau verfolgt unter der Maxime „Intelligence in Production“ bereits Strategien zur vernetzten Produktion mit sich selbst organisierenden, intelligenten Bauteilen und Maschinen. Dabei sucht sich im Idealfall ein Werkstück selbst seine Maschine und lässt sich zum besten und effizientesten Zeitpunkt bearbeiten.

„Das Konzept Industrie 4.0. stellt hohe Anforderungen an die Menschen. Sie müssen mit der Entwicklung Schritt halten können“, so Bole. „Dafür brauchen wir Lehrer und Ausbilder, die auf der Höhe der aktuellen Entwicklung sind.“ Die Nachwuchsstiftung Maschinenbau arbeitet deshalb intensiv an Hilfen für die Weiterbildung auf diesem Feld.

Eine dieser Hilfen ist das Projekt Mobile Learning in Smart Factories des Bundesforschungsministeriums und des Europäischen Sozialfonds. Es zielt darauf ab, über das Internet eine Applikation zur Verfügung zu stellen, die in der jeweiligen Arbeits- und Lernumgebung auf einem mobilen Endgerät genutzt werden kann und Auszubildenden didaktisch aufbereitete kontextrelevante Informationen anbietet.

Solche Projekte flankieren den Trend, dass künftig auf fast allen Berufsebenen vermehrt eigenständig Entscheidungen getroffen werden müssen. „Deshalb müssen schon Auszubildende in der Lage sein, selbstorganisiert Problemlösungen zu entwickeln und zu dokumentieren“, sagt Bole. (hk)

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