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Präzisionswerkzeuge

Die Metav wird die Geschäfte der Werkzeughersteller beflügeln

Die Hersteller von Präzisionswerkzeugen sind wieder in großer Anzahl auf der Metav vertreten. Lothar Horn, Vorsitzender des VDMA-Fachverbands Präzisionswerkzeuge, spricht über die Bedeutung der Messe für die Branche, aktuelle Trends und die wirtschaftlichen Erwartungen.

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„Wir erwarten, dass die Metav wichtige Kunden anzieht und konkrete Projekte anstößt oder beschleunigt”, sagt Lothar Horn, Vorsitzender des VDMA-Fachverbands Präzisionswerkzeuge. (Bild: Horn)
„Wir erwarten, dass die Metav wichtige Kunden anzieht und konkrete Projekte anstößt oder beschleunigt”, sagt Lothar Horn, Vorsitzender des VDMA-Fachverbands Präzisionswerkzeuge. (Bild: Horn)

Herr Horn, die Präzisionswerkzeughersteller werden wieder verstärkt auf der Metav ausstellen. Was ist der Grund dafür?

Horn: Ob ein Unternehmen auf einer Messe ausstellt, ist immer auch eine Budgetfrage. Die äußerst schwierige Krisenperiode 2009/2010 haben wir hinter uns. Viele Unternehmen dürften im Zusammenhang mit der Krise ihre Messebudgets überdurchschnittlich heruntergefahren haben und jetzt im Zuge der Konjunkturverbesserung wieder erhöhen. Derzeit ist die wirtschaftliche Situation in der Branche gut. Deshalb sind 2012 wieder viele namhafte Unternehmen als Aussteller auf der Metav zu finden.

Wie geschlossen sind bei der Metav-Teilnahme die Reihen innerhalb des VDMA-Fachverbands?

Horn: Die bereits veröffentlichte vorläufige Ausstellerliste enthält zahlreiche Hersteller von Präzisionswerkzeugen. Dies zeigt deutlich, dass die Metav 2012 für die Branche ein wichtiges Ereignis ist.

Unterstützen die Werkzeughersteller damit, neben der gesetzten AMB, wieder langfristig die Metav als zweiten nationalen Messeauftritt im Nicht-EMO-Jahr?

Horn: Viele Werkzeughersteller sind davon überzeugt, dass die Metav als überregionale Metallbearbeitungsmesse in Düsseldorf ihre Geschäfte beflügelt. Das macht sie attraktiv und deshalb stellt auch mein Unternehmen, die Paul Horn GmbH, im kommenden Jahr auf der Metav aus.

Mit welchen Erwartungen gehen Sie auf die Metav nach Düsseldorf?

Horn: Die Unternehmen der Präzisionswerkzeugbranche werden auf der Metav natürlich ihre Produkte und Neuheiten präsentieren. Sie erwarten daher, dass die Messe wichtige Kunden anzieht und konkrete Projekte anstößt oder beschleunigt. Wir hoffen auch sehr, dass wir viele Experten, die 2011 keine größere Metallmesse besuchen konnten, nunmehr Anfang 2012 in Düsseldorf begrüßen können.

Kann der Besucher so kurz nach der EMO auf der Metav überhaupt Neuheiten erwarten?

Horn: Die Metav 2012 ist die erste überregionale Investitionsgütermesse des Jahres. Sie zeigt das breite Spektrum der Fertigungstechnik einschließlich Computertechnik, Elektronik und Zubehör. Natürlich ist die Geschwindigkeit der Entwicklung von Werkzeugen und Bearbeitungslösungen nicht immer vorhersehbar. Daher wäre es wohl überzogen, jedes halbe Jahr gänzlich neue Techniken zu erwarten.

Da wir es momentan mit einem ausgeprägten Strukturwandel und den Megatrends Klimawandel, Lebensqualität und Mobilität zu tun haben, sind die Hersteller aber besonders herausgefordert. So werden die Besucher bei den Ausstellern in den Präzisionswerkzeugehallen als Antwort auf den Strukturwandel und die Megatrends viele neue Angebote finden.

Wie sieht Ihre wirtschaftliche Einschätzung der Werkzeugbranche für 2012 aus?

Horn: Konkret werden wir dieses Thema Anfang 2012 in unserer Jahrespressekonferenz behandeln. Aber so viel vorweg: Auch 2012 sollte etwas Wachstum drin sein – dafür sprechen die Herausforderungen Strukturwandel und Megatrends. Bei allen Anstrengungen bleibt leider die Sorge, dass uns die Finanzmärkte oder die aktuellen Finanzierungsprobleme in Europa Steine in den Weg legen.

* Das Interview führte MM-Redakteur Rüdiger Kroh

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