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Formnext 2018 Die Sieger der Formnext Start-up Challenge stehen fest

| Redakteur: Simone Käfer

Das Messeunternehmen Mesago veranstaltet zu seiner Messe für die Addiitve Fertigung jährlich die „Formnext Start-up Challenge“. Die Sieger des Wettbewerbs für 2018 stehen fest.

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Das waren die Pokale im vergangenen Jahr. Die diesjährigen Sieger der Formnext Start-up Challenge bekommen natürlich ihre eigenen von Voxeljet gesponsert.
Das waren die Pokale im vergangenen Jahr. Die diesjährigen Sieger der Formnext Start-up Challenge bekommen natürlich ihre eigenen von Voxeljet gesponsert.
(Bild: © Koelnmesse GmbH, Thomas Klerx)

Für dieses Jahr heißen die fünf Sieger der „Formnext Start-up Challenge”: 3D Fortify (USA), Aerosint (Frankreich), AMendate, Kumovis (beide Deutschland) und Nanogrande (Kanada). Sie wurden von einer internationale Jury mit Vertretern der Branche, der Wissenschaft, den Medien und dem Investmentbereich gewählt.

Die fünf Gewinner werden offiziell am Dienstag, 13.11.2018, auf der Formnext geehrt und erhalten von Voxeljet gesponserte Pokale. Im Rahmen des Events Pitchnext werden sich die Sieger zusammen mit anderen Start-ups in einem Kurzvortrag präsentieren. Außerdem werden ihre Innovationen auf der Start-up-Area der Messe präsentiert. Hier finden Besucher eine neue Softwarelösung zur automatisierten Erstellung von CAD-Daten für den 3D-Druck oder ein Pulverauftrags-System, das die additive Produktion mit gleichzeitig verschiedenen Materialien ermöglicht. Neben dem 3D-Druck von Mikron-Strukturen und Medizinprodukten sorgt auch ein magnetisches 3D-Druckverfahren dafür, dass die Formnext Start-up Challenge 2018 ein innovatives Highlight in der internationalen Start-up Szene darstellt.

Die fünf Gewinner profitieren von einem umfangreichen Leistungspaket, das ihnen den Weg für die weitere erfolgreiche Unternehmensentwicklung bereiten soll. Dazu zählen ein kostenloser und voll ausgestatteter Messestand. Zudem werden sie in alle relevanten und weltweiten Marketing- und Kommunikationsaktivitäten der Formnext eingebunden. Neben der Hin- und Rückfahrt innerhalb Deutschlands zur Messe, gesponsert von der Deutschen Bahn, erhalten die Gewinner auch ein Unternehmenscoaching von AM Ventures. Jurymitglied 3dprintingindustry.com sponsert ein Unternehmensprofil auf ihrem Branchenportal. Ein weiteres Plus ergibt sich durch Must 3D Printing, einem Netzwerk aus interdisziplinären Akteuren der Branche.

Das sind die Gewinner der Start-up Challenge

Das deutsche Start-up AMendate verfolgt die Idee einer Software zur einfachen und vollautomatischen Optimierung von technischen Bauteilen für die additive Fertigung. Es entstehen organisch anmutende Strukturen, die eine materialschonende, effiziente und kostengünstige Produktion mit der additiven Fertigung ermöglichen. Die AMendate-Technologie ermöglicht eine besonders schnelle und automatische Erstellung solcher Strukturen. Kernelement ist ein intelligenter Optimierungsalgorithmus, der das Simulationsergebnis automatisch interpretiert und in gängige CAD-Austauschformate überführt.

Aerosint hat ein System für den selektiven Pulverauftrag entwickelt, das die additive Produktion von Bauteilen aus mehreren Materialien ermöglicht. Im SLS oder SLM-Prozess werden dabei gleichzeitig mehrere Pulvermaterialien verteilt, um daraus eine einzige Schicht zu bilden. Damit können Bauteile aus verschiedensten Materialkombinationen (Polymere, Metalle, Keramiken) additiv hergestellt werden.

Mit einem auf medizintechnische Anforderungen zugeschnittenen 3D-Drucker ermöglicht Kumovis aus Deutschland die additive Produktion von Kunststoffimplantaten. Im Fokus steht die Verarbeitung von Hochleistungspolymeren, wie PEEK oder PPSU, die bereits in der Medizintechnik etabliert und für die Herstellung von Medizinprodukten zugelassen sind. Der Drucker basiert auf dem strangablegenden Fused Layer Manufacturing und schafft durch einen temperierbaren Luftkreislauf inklusive Filtereinheiten eine Reinraumumgebung. Patientenangepasste Implantate werden zum Beispiel zur Rekonstruktion von Schädelknochen oder im Bereich der Wirbelsäulenchirurgie benötigt.

3DFortify hat sich auf das Digital Composite Manufacturing (DCM) spezialisiert, um Verbundwerkstoffe additiv herzustellen. Das junge US-amerikanische Unternehmen nutzt die Fluxprint-Technologie, ein magnetisches 3D-Druckverfahren, das Magnetismus und Digital Light Processing 3D-Druck (DLP) kombiniert. Dabei werden die Fasern innerhalb des Teils Voxel für Voxel magnetisch ausgerichtet und ergeben so eine optimierte Mikrostruktur.

Das kanadische Start-up Nanogrande präsentiert das erste additive Produktionssystem für den molekularen Bereich. Der MPL-1 druckt hochdichte Multilayer aus Partikeln von nur ein nm Dicke und kann eine Vielzahl von Materialien wie Oxide, Metalle, Wachse, Polymere verwenden. Die patentierte Technologie produziert Schichten mit Faserstoffen, Flocken und unkonventionellen Partikeln und kann sogar verschiedene Materialien zu Objekten mit geringen oder ohne Stützstrukturen kombinieren. Die hohe Druckauflösung ermöglicht Sub-Mikron-Strukturen mit einem Volumen von bis zu 10 cm × 10 cm × 2,5 cm.

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