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Geschäftszahlen

Die Stahlbranche normalisiert sich

| Autor: Simone Käfer

Nicht nur Ifo- und Eurostat-Studien zeigen, dass die Stahlbranche einknickt. Doch bei Arcelormital ist man guter Dinge.

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Die Konjunkturkurve der Stahlbranche knickt ein. Doch bei Arcelormittal Deutschland sieht man das entspannt. CEO Frank Schulz erklärt warum.
Die Konjunkturkurve der Stahlbranche knickt ein. Doch bei Arcelormittal Deutschland sieht man das entspannt. CEO Frank Schulz erklärt warum.
(Bild: © Simone Käfer)

„Wir sehen die Marktlage besser, als die Stimmung ist“, sagte Frank Schulz, CEO von Arcelormittal Deutschland, Ende März auf der Jahrespressekonferenz. Schulz sieht den Rückgang des Geschäftsklimas nach einem starken hoch der Stahlbranche als Korrektur auf Normalniveau, denn sowohl die Marktnachfrage als auch die Marktversorgung sei stabil. Davon sprechen auch die Geschäftszahlen: Der Umsatz 2018 lag bei 7,2 Mrd. Euro und 7,6 Mio. t Rohstal wurden produziert. Davon 3,4 Mio t in Bremen, gefolgt von Eisenhüttenstatt mit 2,1 Mio t sowie Duisburg und Hamburg mit je rund 1 Mio. t.

Außerdem wurde und wird in die deutschen Werke investiert. Vergangenes Jahr lag der Invest insgesamt bei 116 Mio. Euro. Für Hamburg bedeutet das mehr Produktivität, für Duisburg eine neue Coil-Lagerhalle und in Bremen wird in das Warmwalzwerk investiert. In Eisenhüttenstatt hingegen geht es direkt um den Werkstoff. Dort flossen und fließen die Gelder in Entwicklungen von hochfesten und Silizium-Stähle. „Unsere Werke sind solide in der Auslastung“, berichtet Schulz und bestärkt das mit: „Wir wollen unsere Wettbewerbsfähigkeit weiter ausbauen – mit Investitionen und weiterem Schwung in Richtung Innovationen!“

Investitionen in Nachhaltigkeit

Eine dieser Innovationen ist das „Wasserstoff-Projekt“. Um Stahl mit geringsten CO2-Emissionen herstellen zu können, wird im Hamburger-Werk ein wasserstoffbasiertes Verfahren getestet. Die Projektkosten betragen rund 65 Mio. Euro, verkündet Arcelormittal. Die wasserstoffbasierte Reduktion von Eisenerz soll zunächst im Demonstrationsmaßstab mit einer Jahresproduktion von 100 000 t stattfinden.

Ein weiteres Projekt ist Responsible Steel. Dabei handelt es sich um eine not-for-profit Organisation, bei der Arcelormittal Gründungsmitglied ist. Die Organisation arbeitet an einer verantwortungsvollen Beschaffung und Herstellung von Stahl. Bis Ende dieses Jahres will Arcelormittal eine entsprechende Zertifizierung eingeführt haben.

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Über den Autor

 Simone Käfer

Simone Käfer

Redakteurin für Additive Fertigung und Werkstoffe, MM MaschinenMarkt