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Metall- und Elektro-Konjunktur

Die Talsohle bei der Produktion ist noch nicht erreicht

09.02.2009 | Redakteur: Jürgen Schreier

Eine Prognose mag Gesamtmetall-Chefvolkswirt Dr, Michael Stahl derzeit nicht wagen: „Wann sich das Blatt wendet und wieder eine Besserung eintritt, ist derzeit kaum abschätzbar.“
Eine Prognose mag Gesamtmetall-Chefvolkswirt Dr, Michael Stahl derzeit nicht wagen: „Wann sich das Blatt wendet und wieder eine Besserung eintritt, ist derzeit kaum abschätzbar.“

Die Unternehmen der deutschen Metall- und Elektro-Industrie mussten im Dezember 2008 ihre Produktion abermals deutlich zurückfahren.

Vergleich mit dem Dezember 2007 ging die Fertigung der Metall- und Elektro-Unternehmen als unmittelbare Folge des Nachfrageeinbruchs auf fast allen Märkten um 13,5% zurück. „Die Talsohle ist offensichtlich noch nicht erreicht“, erklärt dazu Gesamtmetall-Chefvolkswirt Dr. Michael Stahl.

Für die kommenden Monate sieht es nicht besser aus. Im Gegenteil: Vorerst sei ein weiterer Rückgang der Produktion zu befürchten, da die Auftragseingänge im 4. Quartal 2008 das Vorjahresniveau um 25% unterschritten und die Produktion in der Metall- und Elektro-Industrie erfahrungsgemäß den Bestellungen mit einer Zeitverzögerung von rund sechs Monaten folge. „Wann sich das Blatt wendet und wieder eine Besserung eintritt, ist derzeit kaum abschätzbar“, so Stahl.

Immer mehr Metall- und Elektro-Unternehmen arbeiten kurz

Angesichts der nach wie vor schwierigen Lage in der Metall- und Elektro-Industrie müsse auch der Gesetzgeber alle Mittel ausschöpfen, um die Unternehmen in ihren Beschäftigungsanstrengungen zu unterstützen. Im Januar hätten nochmals 4133 Metall- und Elektro-Unternehmen für 180772 Mitarbeiter Kurzarbeit angemeldet. „Eine weitere Entlastung an dieser Stelle würde uns helfen, mehr Arbeitsplätze über eine längere Zeit zu retten.“

Das jüngste Konjunkturpaket sehe nur eine hälftige Übernahme der Sozialversicherungsbeiträge für Kurzarbeit vor. Noch immer müssten die Unternehmen den Arbeitgeberbeitrag auch auf nicht geleistete Arbeit tragen, erklärte Stahl. „Das macht Kurzarbeit für viele Unternehmen immer noch teuer.“

Der Nachfrageeinbruch nach Metall- und Elektro-Erzeugnissen auf fast allen Märkten spiegelt sich auch in der Beurteilung der Geschäftslage und der Geschäftserwartungen der Metall- und Elektro-Unternehmen wider. Ihre gegenwärtige Lage beurteilen die Unternehmen zuletzt noch schlechter als zuvor. Der Saldo aus Positiv- und Negativmeldungen sank im Januar auf -40 (Dezember: -33) Prozentanteile. Noch tiefer lagen die Geschäftserwartungen der Metall- und Elektro-Unternehmen. Sie wiesen im Januar einen Saldo von -54 (Dezember: -62) Prozentanteilen auf.

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