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Mergers & Acquisitions

Die unbegründete Angst

| Autor / Redakteur: Kai Lucks / Robert Horn

Die deutsch-chinesischen Beziehungen könnten durch die Ära Trump noch enger werden. Die Kauflust chinesischer Investoren schreckt viele Unternehmer hierzulande aber ab.
Die deutsch-chinesischen Beziehungen könnten durch die Ära Trump noch enger werden. Die Kauflust chinesischer Investoren schreckt viele Unternehmer hierzulande aber ab. (Bild: © luzitanija - Fotolia.com)

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Abwanderung des deutschen Know-hows oder Chance für die Wirtschaft? Chinesische Übernahmen deutscher Unternehmen stoßen meist auf Skepsis und Angst vor dem „Ausverkauf“ des eigenen Wissens. Dabei könnte Fernost eine wichtige Lücke füllen.

Die Chinesen haben sich in den letzten Jahren zum größten Auslandsinvestor emporgearbeitet und mittlerweile sogar die USA hinter sich gelassen. Während wir die Übernahmen der über viele Jahre dominierenden USA ohne Murren hinnehmen, kommt immer Sorge oder sogar vehemente Abwehr auf, wenn sich Chinesen unseren Unternehmen nähern. Woher kommt das? Ist das berechtigt? Verbauen wir uns etwa Chancen?

Den Chinesen hängt immer noch ein schlechter Ruf an, sowohl was M&A in Deutschland betrifft als auch hinsichtlich der Marktbearbeitung in China. Sie haben besonders in den 2000er-Jahren willkürlich krisenbehaftete, dadurch billige Unternehmen gekauft, Fertigungen nach China verlagert und von dort versucht, den deutschen Markt zu bedienen. Das ist meist schiefgegangen, weil die Deutschen, besonders im B2B-Bereich, die Produkte aus China nicht mehr abgenommen haben, obwohl sie unter der alten Marke verkauft werden sollten.

Chinesische Strategieänderung

Die Chinesen haben aber daraus gelernt: Mit dem 13. Fünfjahresplan wurden Übernahmeregeln eingeführt, nach denen die Unternehmer ihre Strategien und Wirtschaftspläne den staatlichen Organen zur Genehmigung von Auslandsinvestitionen vorlegen müssen. Zudem haben die Chinesen gelernt, welche Regeln zu befolgen sind, damit ihre Übernahmeobjekte florieren. Chinesen sind zum Beispiel keine guten Restrukturierer. Die Einmischung in die Geschäftsführung war nicht erfolgreich. Also haben sie ihre Strategien radikal umgestellt. Denn eine ihrer Stärken ist das schnelle Lernen und die konsequente Umsetzung.

Jetzt, mit dem 13. Fünfjahresplan, sieht der Weg der Chinesen nach Deutschland ganz anders aus: Sie kaufen nur noch gesunde Unternehmen und zahlen dafür sehr gute Kaufpreise. Sie achten darauf, dass ein erfahrenes lokales Management an Bord ist und überlassen diesem die Führung. Dabei bauen sie nicht etwa die Wertschöpfung in Deutschland ab, sondern erhöhen sie sogar, indem hier Forschung & Entwicklung für sogenannte Mid-Range-Produkte aufgebaut wird, um dieses Segment im Export zu fördern.

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