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Roborace Die Zukunft des Rennsports fährt autonom

| Autor: Robert Horn

Wenn es nach den Machern des Roborace geht, bestimmen bald nicht mehr menschliche Fahrer über Sieg oder Niederlage, sondern Programmierer und Algorithmen. Die erste Rennserie mit autonomen, elektrischen Rennautos steht dafür schon in den Startlöchern.

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(Bild: Roborace / Daniel Simon)

Auf dem jährlich stattfindenden Mobile World Congress in Barcelona geht es eigentlich um Smartphones. Dass die Messe aber auch als Plattform für spektakuläre Enthüllungen genutzt wird, bewies das Unternehmen mit dem vielsagenden Namen Roborace. Dessen CEO Denis Sverdlov und der Chief Design Officer Daniel Simon, enthüllten in Barcelona ihr Robocar, das erste elektrische und autonom fahrende Rennauto.

Das Roborace orientiert sich dabei an der Formel-E-Serie der FIA und nutzt die selben Strecken. Die zehn teilnehmenden Teams werden dabei mit jeweils zwei baugleichen Autos ausgestattet, diese müssen dann eigenständig programmiert werden. Welche Teams an den Start gehen werden, ist zur Zeit noch nicht bekannt. Auch, wann die Rennserie genau beginnt, wurde nicht veröffentlicht.

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Beeindruckende Daten

Dafür gibt es Details über die Robocars: Jedes Modell wiegt 975 kg, ist 4,8 m lang und 2 m breit. Vier Motoren mit einer jeweiligen Leistung von 300 kW treiben das Fahrtzeug an, die Batterie hat eine Leistung von 540 kW. Damit sollen die Flitzer eine Geschwindigkeit von über 320 km/h erreichen. Gebaut wurden die futuristischen Fahrzeuge von der Firma Kinetik hauptsächlich aus Carbonfaser. Das „Gehirn“ des Robocar ist ein Hochleistungsrechner namens Drive PX 2 von Chiphersteller Nvidia, der in der Lage sein soll, 24 Bio. KI-Operationen in der Sekunde zu leisten.

Diese Basis wird in der ersten Saison allen Teams zur Verfügung gestellt, für die Entwicklerteams bietet der Veranstalter eine offene KI-Plattform, das Rennen soll so vor allem zu einem Wettbewerb der Intelligenz werden. Sponsoren haben Veranstalter trotz noch unbekannter Teams oder genauem Terminplan bereits gefunden, darunter Lego, Allianz, Nvidia und Michelin.

Auf der Straße gehalten wird das Robocar durch allerlei Sensorik. So verfügt das Auto über zwei Lidar-Sensoren, dazu kommen zwei Radar- 18 Ultraschall- und zwei optische Geschwindigkeitssensoren. Ein globales Navigationssatellitensystem (GNSS) ist ebenfalls an Bord.

Einen spannenden Einblick in die Entwicklung des ersten autonom fahrenden Rennautos bietet die Youtube-Dokumentation „Inside Roborace“, weitere Bilder des Robocar finden Sie in unserer Bildergalerie.

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