Phoenix Contact Die Zukunft ist individualisierbar

Autor / Redakteur: Stefan Grimm / Dipl.-Ing. (FH) Reinhold Schäfer

Die 24-V-Stromversorgungen in den Schaltschränken spielen eine nicht zu unterschätzende Rolle für die Anlagenverfügbarkeit. Damit jede Anlage oder Maschine zuverlässig mit Strom versorgt wird, passen sich die hier vorgestellten Stromversorgungen an die vorherrschenden Betriebsbedingungen an. Bei Bedarf sind sie flexibel einstellbar.

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(Bild: Phoenix Contact)

In die aktuelle Generation der Stromversorgungen Quint Power von Phoenix Contact ist eine Near- Field-Communication-(NFC-)Schnittstelle inte­griert, die über mobile Endgeräte oder PC parametriert werden kann. So hat der Inbetriebnehmer die Wahl, ob er die Stromversorgung mit der voreingestellten Standardkonfiguration betreibt oder beispielsweise Meldeschwellen und Kennlinien komfortabel an die Anforderungen der Anlage anpasst. In Summe gibt es über 40 Parameter, die individuell eingestellt werden können. Ein weiterer Vorteil ist die Reproduzierbarkeit der Einstellungen.

Ist die Stromversorgung einmal parametriert, können die Werte einfach mithilfe der App oder Software auf andere Geräte übertragen werden. Ebenso können die Taster an der Vorderseite zum Verstellen der Ausgangsspannung sowie alle anderen eingestellten Parameter mit einem Passwort versehen werden. Dadurch ist ein Schutz vor Manipulationen gegeben.

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Die von den Vorgängerreihen bekannte Selective-Fuse-Breaking-(SFB-)Technik kann nun im Einzelfall deaktiviert werden. Sie stellt mit dem sechsfachen Nennstrom für 15 ms ausreichend Strom zur Verfügung, um handelsübliche Leitungsschutzschalter auszulösen. So lassen sich 24-VDC-Stromkreise wirtschaftlich und zuverlässig absichern. Nur der fehlerhafte Strompfad wird abgeschaltet; der Fehler ist eingegrenzt und wichtige Anlagenteile bleiben weiterhin in Betrieb.

Neu ist die Möglichkeit, die Stromversorgung ordern. Der Kunde parametriert das Gerät online nach seinen Anforderungen. Sind die Daten einmal hinterlegt, kann die Stromversorgung mit den individuellen Einstellungen nachbestellt werden.

Leistungsstärke zahlt sich aus

Die Stromversorgungen Quint Power sind gegen mechanische und elektrische Einflüsse geschützt. Um verschiedene Verbraucher zuverlässig zu versorgen, gibt es Leistungsreserven in Form eines statischen und dynamischen Boosts.

Oft werden Anlagen über die Zeit immer wieder erweitert. Auf den Summenstrom wird dabei selten geachtet. Das hat Folgen: Bei herkömmlichen Geräten bricht die Ausgangsleistung zusammen und die Anlage steht still. Wird die aktuelle Quint Power eingesetzt, läuft die Anlage stabil weiter, weil sie dauerhaft bis 125 % des Nennstroms liefern kann. Zusätzlich wird jedoch ein Signal ausgegeben, dass das Gerät nun im statischen Boost arbeitet. So ist der Betreiber gewarnt, dass sich die Auslastung im oberen Bereich befindet, und er hat genügend Zeit zu reagieren. Eine kurzfristige Anlagenerweiterung ist daher jederzeit möglich.

Sind kapazitive Lasten mit hohen Anlaufströmen zu starten oder laufen mehrere 24-V-Verbraucher gleichzeitig an, liefert der dynamische Boost über 5 s bis zu 200 % des Nennstroms. In Fällen, wo sonst eine 20-A-Stromversorgung benötigt wurde, reicht dann eine Stromversorgung mit 10 A, da hohe Einschaltströme ohne Spannungseinbrüche abgefangen werden.

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