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Industrie 4.0 Digitale Geschäftsmodelle für alle

| Redakteur: Stefanie Michel

Viele Unternehmen sind noch unsicher, was Industrie 4.0 und das Internet der Dinge für ihr Geschäftsmodell bedeuten. Nur wenige haben bisher eine eigene Strategie. Für den Rest gibt es Unterstützung, um ein eigenes digitalen Geschäft aufzubauen.

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Mit Lenze und dem Datenexperten ei3 können OEMs schnell selbst eigene IoT-Services anbieten.
Mit Lenze und dem Datenexperten ei3 können OEMs schnell selbst eigene IoT-Services anbieten.
(Bild: Lenze)

Maschinen- und Anlagenbauer, die auf Automatisierungstechnik von Lenze setzen, können künftig noch einfacher Online- und Remote-Services anbieten. Der Hersteller ist eine Kooperation mit dem Datenexperten ei3 eingegangen, der eine Kombination aus Fernanalyse und Fernwartung als White-Label-Produkt bereitstellt. Für den Kunden bleibt der Datenexperte unsichtbar, das Angebot erscheint im Namen und unter dem Logo des OEMs. Im Rahmen eines Service-Vertrags kann der Maschinenbauer sämtliche Daten sammeln, auf die Lenze-Controller Zugriff haben, diese auswerten und dem Kunden zur Verfügung stellen. Dies kann als aktuelles Dash-Board sein, in Form von Reportings und Kennzahlen oder als Grundlage einer Beratung zur Optimierung von Anlagen und Prozessen. Darüber hinaus eignet sich die Lösung auch zu Ferndiagnosen und -services, bis hin zu Fernwartung und Predictive-Maintenance-Angeboten.

„Wir wollen unseren Partnern ermöglichen, schnell und komfortabel ein eigenes digitales Geschäft aufzubauen, die Beziehung zu ihren Kunden zu festigen und diesen Mehrwerte anzubieten, die ihre Marge verbessern"“, erläutert David Krampe, Senior Marketing Manager bei Lenze. Mit ei3 habe man dafür einen kompetenten, zuverlässigen Partner gefunden. Der Datenspezialist mit Sitz in New York ist seit 1999 im Geschäft mit der Industrie. Mehr als 15.000 Anlagen in über 90 Ländern laufen mit seiner Lösung.

Datencenter erfüllt europäische Datenschutzstandards

Die Daten von der Maschine werden per OPC UA an eine Appliance innerhalb des Produktionsnetzwerks übertragen. Von nun an läuft die Kommunikation ausschließlich verschlüsselt auf einem hohen Sicherheitsniveau. Gespeichert werden die Daten in ei3-eigenen, regionalen Datencentern. Davon gibt es bislang drei, je eines in den USA, in Europa und in Asien. Ein viertes kommt demnächst am Standort Deutschland hinzu, so dass die Daten der lokalen Kunden das Land nicht verlassen. Dieses Datencenter wird sämtliche europäische Datenschutzstandards erfüllen; deren Einhaltung bestätigt eine Zertifizierung der Dekra.

Faktisch handelt es sich somit um eine Private Cloud, in der Big-Data-Services angeboten werden. Der Zugang dazu ist laut Lenze besonders einfach: „Unser Partner ei3 hat Lösungen, die seit vielen Jahren erfolgreich genutzt werden. Für die OEMs stellt er diese vorkonfiguriert zur Verfügung“, so Applikations-Ingenieur Jurgen Rijkers über das Modell der Amerikaner. Der Maschinenbauer muss also keinerlei IT- oder Big-Data-Kenntnisse mitbringen. Er konfiguriert lediglich die gewünschten Datenpunkte in der benötigten Applikation, und schon beginnt die Datensammlung.

„Natürlich braucht es einen gewissen Datenbestand, bevor man zu Erkenntnissen aus Big-Data-Analysen kommt“, so Rijkers weiter. Wichtig sei jedoch, dass die Datensammlung schnell beginnen kann und die üblichen Kennzahlen und Auswertungen wie OEE, Auslastung und Verfügbarkeit oder Track&Trace sofort zur Verfügung stehen. Ebenso einfach kann der OEM nach der Einrichtung die Ferndiagnose und die Fernwartung nutzen. Vor-Ort-Einsätze können dadurch nach den Erfahrungen des Ingenieurs um bis zu 80 % reduziert werden.

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