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Wirtschaftsforum Hannover Messe 2015 Digitale Vernetzung - gemeinsam Chancen ergreifen

| Autor / Redakteur: Lisa Hohmann / Lisa Saller, Lisa Saller

Wenn die Deutsche Messe AG und der BDI zum alljährlichen Wirtschaftsforum am Vortag der Hannover Messe laden, sind sie alle da - die wichtigsten Vertreter der Maschinenbaubranche.

Zuhörer Wirtschaftsforum Hannover Messe 2015
Zuhörer Wirtschaftsforum Hannover Messe 2015
(Frank Jablonski)

Ob als Gäste im Publikum oder Redner auf der Bühne- das "who-is-who" der Industrie ist auch in diesem Jahr wieder zahlreich erschienen. Moderiert wurde das Wirtschaftsforum von Carsten Knop (Ressortleiter Wirtschaft & Unternehmen, Frankfurter Allgemeine Zeitung)

Herausforderungen der Digitalisierung

Der niedersächsische Ministerpräsident, Stephan Weil, ging in seiner Begrüßungsansprache auf die Stärken der deutschen Maschinenbauindustrie und die daraus resultierenden Chancen ein. Industrie 4.0 als große Chance für die deutsche Industrie, liefert auch einige Herausforderungen. Besonders in den Bereichen Fachkräfteförderung und der digitalen Infrastruktur sieht er großen Handlungsbedarf. Die Verbindung zwischen Industrie und Wissenschaft müsse gefördert werden und die Politik und die Unternehmen im Digitalisierungsprozess besser unterstützen.

Zusätzliches Wertschöpfungspotenzial durch Industrie 4.0: 425 Milliarden Euro bis 2025

Einer der Gastgeber und Präsident des BDI, Ulrich Grillo, begann seine Keynote mit einer wichtigen Erkenntnis aus der Studie "Digitale Transformation der Industrie", die der BDI in Zusammenarbeit mit Roland Berger Strategy Consultants GmbH durchgeführt hatte. Demnach hat Deutschland durch die digitale Transformation bis 2025 die Chance auf ein zusätzliches Wertschöpfungspotenzial von 425 Milliarden Euro, europaweit liegt das Potenzial insgesamt bei 1,25 Billionen Euro.

Forderungen an die Politik, die Unternehmen und die Verbände

Um dieses Potenzial ausschöpfen zu können, müssen Unternehmen und Politik zügig Entscheidungen treffen und diese dann schnell umsetzen. Der Ausbau der digitalen Infrastruktur und die Schaffung eines digitalen Binnenmarktes sind laut Grillo dabei essentiell. Hierfür braucht die EU einheitliche Rechtsrahmen, z.B. beim Thema Datenschutz, die eine Investition für Privatunternehmen attraktiv machen. Weiterhin müsse es europaweit gemeinsame Standards und miteinander kompatible Systeme geben. Die Branchenverbände müssten gemeinsam an diesen Themen arbeiten.

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