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ZVEI und FIEEC Digitaler Binnenmarkt erfordert europäisches Cybersecurity-Konzept

Im Zuge einer französisch-deutschen Cybersecurity-Konferenz in Brüssel sind die Elektrotechnik-Verbände FIEEC und ZVEI übereingekommen, das Konzept „Security-by-Design“ zu unterstützen.

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Eric Jourde (links), CEO des französischen Verbandes FIEEC und und Dr. Klaus Mittelbach, Vorsitzender der ZVEI-Geschäftsführung, sind sich einig und unterstützen das Konzept „Security-by-Design“ ausdrücklich.
Eric Jourde (links), CEO des französischen Verbandes FIEEC und und Dr. Klaus Mittelbach, Vorsitzender der ZVEI-Geschäftsführung, sind sich einig und unterstützen das Konzept „Security-by-Design“ ausdrücklich.
(Bild: Bild: ZVEI)

Automatisierung – rs. – „Cyber-Bedrohungen und -Verbrechen werden technisch immer ausgereifter und können jederzeit zu finanziellen, wirtschaftlichen und persönlichen Schäden führen“, betonte Dr. Klaus Mittelbach, Vorsitzender der Geschäftsführung des (ZVEI (Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie), gestern im Europäischen Parlament in Brüssel auf einer deutsch-französischen Konferenz zur Cybersicherheit. „Die Initiativen der Europäischen Kommission zur Harmonisierung der Cybersicherheit sind deshalb ein Schritt in die richtige Richtung. Wir brauchen jedoch mehr Klarheit über die Umsetzung und die Beteiligung der Hersteller.“

Anlass der Veranstaltung war die offizielle Veröffentlichung eines gemeinsamen Positionspapiers zur Cybersicherheit – das Ergebnis einer bilateralen Zusammenarbeit zwischen dem ZVEI und seinem französischen Partnerverband FIEEC (Fédération des Industries Electriques, Electroniques et de Communication).

„Als Anbieter und Nutzer von Cybersecurity-Lösungen unterstützen unsere Verbände das Konzept „Security-by-Design“ ausdrücklich“, ergänzt Eric Jourde, CEO von FIEEC. „Wir setzen uns dafür ein, das richtige Sicherheitsniveau zu gewährleisten, um den Herausforderungen einer starken europäischen digitalen Union zu begegnen – zum Nutzen von Unternehmen, Verwaltungen und Verbrauchern."

An der Konferenz nahmen Experten aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft teil, um Maßnahmen und Initiativen zu diskutieren, die sich mit Cybersicherheit und dem Aufbau von Vertrauen in digitale Technologien und den Europäischen Digitalen Binnenmarkt auseinandersetzen.

Aus Sicht von FIEEC und ZVEI müssen alle politischen Maßnahmen zur Cybersicherheit eingehend geprüft, die Folgen regelmäßig abgeschätzt sowie Interessengruppen umfassend einbezogen werden. Eine überstürzte pauschale Einheitsregelung könnte am Ende weniger Cybersicherheit in Produkten, Prozessen und Systemen zur Folge haben. Die FIEEC- und ZVEI-Experten betonten außerdem, dass Lösungen auf dem neuesten Stand der Technik basieren müssten sowie Risiken und das erforderliche Sicherheitsniveau angemessen berücksichtigt werden sollten.

Die gemeinsame Position von FIEEC und ZVEI zur Cybersicherheit ist das Ergebnis einer langjährigen, vertrauensvollen und starken Partnerschaft zwischen den beiden Verbänden, die den innovativsten und am stärksten digitalisierten Sektor in Europa repräsentieren. Im Zuge einer Digitalkonferenz in Paris im Juli 2016 haben sich FIEEC und ZVEI darauf geeinigt, gemeinsam an einer einheitlichen digitalen Agenda zu arbeiten, die den Schwerpunkten Cybersicherheit, Datenökonomie und Standardisierung Priorität einräumt.

Das gemeinsame Positionspapier finden Sie auf den Webseiten der Verbände.

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