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Medizintechnik

Digitaler Fingerabdruck von Hochleistungskunststoffen

| Redakteur: Udo Schnell

Innovative Kunststoffe nehmen als Werkstoff in der Medizintechnik eine besondere Rolle ein. Ihr Anteil an allen medizintechnisch eingesetzten Materialien liegt inzwischen über 50%. (Bild: TüV Süd)
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Innovative Kunststoffe nehmen als Werkstoff in der Medizintechnik eine besondere Rolle ein. Ihr Anteil an allen medizintechnisch eingesetzten Materialien liegt inzwischen über 50%. (Bild: TüV Süd)

In der Medizintechnik finden vermehrt Hochleistungspolymere Anwendung. Mit gezielt ausgewählten und abgestimmten Untersuchungsverfahren lassen sich die besonderen Eigenschaften dieser Kunststoffe zuverlässig bestimmen. Zusammen- gefasst liefern die Ergebnisse eine Art Fingerabdruck des Kunststofftyps.

In kaum einer anderen Branche spielen Sicherheit und Funktionsbeständigkeit eine so große Rolle wie in der Medizintechnik. Innovative Kunststoffe nehmen dabei als Werkstoff eine besondere Stellung ein. Ihr Anteil an allen medizintechnisch eingesetzten Materialien liegt inzwischen bei deutlich über 50%.

Hochleistungspolymere ersetzen zunehmend metallische Werkstoffe – nicht nur bei Einwegprodukten wie Spritzen und Kathetern, sondern auch bei dauerhaft beanspruchten Komponenten und Geräten. Hinter dieser Entwicklung stehen immer anspruchsvollere Materialeigenschaften, die sich mit Spezialkunststoffen verwirklichen lassen.

Kunststoffe sind für Gewichtseinsparung und flexibleres Design gefragt

Dazu zählen beispielsweise Verschleiß-, Reibungs- und Flammschutzeigenschaften sowie Beständigkeit gegen hohe Temperaturen, Röntgen- und Gammastrahlen, wie sie bei der Sterilisation eingesetzt werden. Aber auch immer höhere Gewichtseinsparung und flexibleres Design werden zunehmend nachgefragt. Dabei geht es in der Regel auch um die Kombination mehrerer Funktionen, zum Beispiel Sterilisierbarkeit bei gleichzeitiger Transparenz und elektrischer Leitfähigkeit.

Während die hohe Innovationsdynamik der Medizintechnik den Wettbewerb um verbesserte Eigenschaftsprofile von Hochleistungspolymeren weiter verschärft, sehen sich Hersteller von klinischen Geräten strengen nationalen wie internationalen Richtlinien gegenübergestellt. In einer von Sicherheitsanforderungen geprägten Branche besitzt die Qualitätssicherung von Hightechkunststoffen einen besonderen Stellenwert. Medizintechnikhersteller stehen vor der Herausforderung, die besonderen Eigenschaften angelieferter Kunststoffbauteile sorgfältig und zugleich wirtschaftlich zu prüfen.

Auswahl des richtigen Kunststoffs spielt entscheidende Rolle

Die Agfa-Gevaert Health-Care GmbH ist einer der führenden Anbieter von integrierten Imaging-Systemen für die Radiologie, Orthopädie, Kardiologie und Mammografie. Viele der verwendeten Hochleistungsbauteile aus Kunststoff werden von externen Herstellern geliefert.

Die richtige Werkstoffwahl spielt dabei für die Konstruktion eine entscheidende Rolle. Dabei müssen alle an das Bauteil gestellten Anforderungen berücksichtigt werden, beispielsweise Fügeeigenschaften, Lackierbarkeit, Belastbarkeit sowie die Flammschutzklasse.

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