Forderung des VDE Digitaler Wandel nur mit Bildungsoffensive

Redakteur: Andrea Gillhuber

Im Zuge des digitalen Wandels werden hochqualifizierte Fachkräfte benötigt. Weil die Nachfrage steigen wird, fordert der VDE eine massive Bildungsoffensive.

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Im Zuge des digitalen Wandels fordert der VDE eine massive Bildungsoffensive.
Im Zuge des digitalen Wandels fordert der VDE eine massive Bildungsoffensive.
(Bild: © yayasya - Fotolia.com)

Die Hannover Messe vergangene Woche stand ganz im Zeichen des digitalen Wandels. Industrie, Wirtschaft, Forschung und Politik präsentierten neue Digitalisierungstechnologien und forderten gleichzeitig große Anstrengungen von allen Beteiligten, um die Transformation hin zu einer vernetzten Gesellschaft als Vorreiter mitgestalten zu können. So auch der VDE.

Das richtige Know-how ist der Schlüssel

Der Verband der Elektrotechnik, Elektronik, Informationstechnik e. V. ist überzeugt: Der digitale Wandel ist nur mit massiver Bildungsoffensive möglich. Die Forderung geht auf zwei Gründe zurück: Die VDE-Mitgliedsunternehmen sind der Meinung, dass für die digitale Zukunft von Industrie 4.0 und Elektromobilität eine wachsende Anzahl hochqualifizierter Ingenieure benötigt wird; allerdings wird im gleichem Zug auch ein gewisses Know-how gefordert.

Grafik des VDE im Rahmen seiner Forderung nach einer Bildungsoffensive.
Grafik des VDE im Rahmen seiner Forderung nach einer Bildungsoffensive.
(Bild: VDE)

Das untersucht der neue „VDE Tec Report 2017“, eine Umfrage unter den 1300 VDE-Mitgliedsunternehmen und Hochschulen der Elektro- und Informationstechnik des Technologieverbandes VDE. Laut dieser Studie haben Hochschulabsolventen und Young Professionals in der Elektro- und Informationstechnik gute Berufschancen. 92 % der Befragten sind von den guten Karriereperspektiven von Elektroingenieuren und IT-Experten überzeugt. Fast ebenso viele erwarten, dass der Trend zu New Mobility, Smart Grids, Smart Cities und Industrie 4.0 den Bedarf an Elektroingenieuren und IT-Experten weiter erhöhen (89 %) und der internationale Wettbewerb um Fachkräfte der Elektro- und Informationstechnik sich weiter verschärfen (91 %) wird. 83 % rechnen darüber hinaus damit, dass der Anteil der Elektroingenieure und IT-Experten in Unternehmen weiter wachsen wird.

Berufsbilder wandeln sich

Doch der Elektroingenieur von heute und morgen ist mit dem von vor einigen Jahren nicht mehr zu vergleichen. Das Berufsbild wandelt sich und erfordert neue, interdisziplinäre Ansätze. Dass Unternehmen ihren Bedarf an entsprechend ausgebildeten Ingenieuren und Informatikern in den nächsten Jahren ohne Probleme ausreichend decken können, glauben nur 9 %. Gesucht werden Elektroingenieure insbesondere für die Bereiche Forschung und Entwicklung, Planung/Projektierung/Engineering und IT/Software. Aber auch in anderen Bereichen wie der Produktion, Data Science & Analytics, Beratung oder Qualitätsmanagement werden Fachkräfte fehlen. Engpässe beim wissenschaftlichen Nachwuchs in der Elektrotechnik an Hochschulen beklagen 60 % aller Befragten und 75 % der Hochschulen.

Dabei bleibt die Ingenieurausbildung „Made in Germany“ auch zukünftig eine Art Qualitätssiegel. Das bestätigt eine deutliche Mehrheit von 56 %. Zwei Drittel der befragten Unternehmen und Hochschulen sagen aber auch klar: Die digitale Bildung muss auf allen Stufen der Schul- und Hochschulbildung in Form und Inhalt massiv verbessert werden. Über die Hälfte fordert daher von der künftigen Bundesregierung eine digitale Bildungsoffensive.

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