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Industrie 4.0 Digitalisierung als Grundlage der wertschöpfenden Automatisierung

| Autor / Redakteur: Christian Erlinger / Dipl.-Ing. (FH) Reinhold Schäfer

Auch in der spanenden Fertigung ist die Digitalisierung angekommen. Die Vernetzung der Daten wird dabei zum Informationsfundament und zur Grundvoraussetzung für eine wertschöpfende Automatisierung.

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Die Digitalisierung ist das Fundament der Automatisierung.
Die Digitalisierung ist das Fundament der Automatisierung.
(Bild: Coscom)

Eine Werkzeugmaschine benötigt für die Fertigung eines definierten Bauteils ein NC-Programm und die entsprechenden Werkzeuge. Daran sollte man bei allen Digitalisierungsstrategien denken. Bezogen auf dieses Grundverständnis wird klar, dass ein wesentliches Augenmerk auf die (Daten) Prozesse gerichtet werden muss. Einzelne Softwaretools in den verschiedenen Aufgabenbereichen der Wertschöpfungskette sind schon heute ausreichend etabliert. Leistungsstarke CAD/CAM- und Simulationssysteme liefern optimierte NC-Programme, umfangreiche Toolmanagement-Systeme organisieren die Bereitstellung der Betriebsmittel samt deren Einsatzdaten und schlussendlich erfassen Manufacturing-Execution-Systeme (MES) Auswertungsdaten von den Werkzeugmaschinen. Doch wie passt eine Automatisierungslösung von Werkzeugmaschinen in das Bild dieser bestehenden IT-Infrastruktur?

Vernetzung als Daten- und Informations-Fundament

Die Antwort von Coscom lautet: Vernetzung der digital bereitgestellten Daten und Informationen, die Erzeugung von logischen Beziehungswissen zwischen den Daten und die zentrale Bereitstellung der daraus entstandenen Prozesssteuerungsdaten. Auf diesem digitalen Daten- und Informations-Fundament lassen sich Automatisierungsstrategien aufbauen. Dieses notwendige Fundament schafft der Softwarespezialist mit seinem ECO-System. Darbei handelt es sich um eine zentral organisierte Datenbank-Plattformlösung, die operative Softwaremodule von Coscam wie auch die Integrationsbausteine für genutzte Fremdsoftwareapplikationen (ERP, CAD/CAM, PDM), Steuerungen von Werkzeugmaschinen, Messsystemen, Lagersystemen und eben auch Automatisierungssystemen beinhaltet. Die Kommunikation mit Automatisierungssystemen stellen dabei einen sehr hohen Anspruch an die zentrale Datenbereitstellung. Denn an dieser Stelle in der digitalen Fabrik wird das logische Beziehungswissen zwischen den bereitgestellten Daten abgerufen. Dort werden digitale Regelwerke sichtbar, die für eine durchgängige Datenprozesssteuerung notwendig sind.

Zentrale Datenbereitstellung statt „Dateninseln“

Das ECO-System stellt auf Abruf verknüpfte und angereicherte Prozessstammdaten über standardisierte IT-Kommunikationslösungen (zum Beispiel Webservices) dem Automatisierungssystem zur Verfügung. Selbst der Einsatz von verschiedenen Automatisierungssystemen in einem Unternehmen sind möglich. Die Prozessstammdaten werden über Mappings dem jeweiligen Zielsystem zugeführt. Aus diesem Ansatz wird sichtbar, dass das Daten- und Informations-Fundament von Coscomüber die geforderte Wandlungs- und Zukunftsfähigkeit verfügt, die in Digitalisierungsstrategien hin zu einer Automatisierung thematisiert werden. Dezentrale „Dateninseln“ in der Fertigung sind keine Grundlagen für Automatisierungen an den Werkzeugmaschinen und können nicht zum gewünschten Ziel führen. Die manuelle Eingabe von gesammelten Informationen aus den einzelnen „Dateninseln“ in eine Automatisierungssteuerung sollte kein akzeptierter Standard in einem Digitalisierungskonzept bleiben!

* Christian Erlinger ist Mitglied der Geschäftsleitung der Coscom Computer GmbH in 85560 Ebersberg, Tel. (0 80 92) 20 98-0, info@coscom.de

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