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Siemens Digitalisierung als Schlüssel zu mehr Produktivität und Effizienz

| Autor: Stefanie Michel

Wie Siemens auf der Vor-Pressekonferenz zur Hannover-Messe bekannt gab, wird die Digitalisierung im Mittelpunkt des Messeauftritts stehen. Unter dem Motto „On the way to Industrie 4.0 – Driving the digital enterprise“ wird das Unternehmen zeigen, welche neuen Möglichkeiten sich für produzierende Unternehmen mit der Digitalisierung bieten.

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Anton S. Huber: „Die Digitalisierung eröffnet produzierenden Unternehmen ganz neue Möglichkeiten, Produkte und Lösungen schnell und effizient zu entwickeln und zu fertigen.“
Anton S. Huber: „Die Digitalisierung eröffnet produzierenden Unternehmen ganz neue Möglichkeiten, Produkte und Lösungen schnell und effizient zu entwickeln und zu fertigen.“
(Bild: Stefanie Michel)

„Heute sind echte Effizienzsprünge nur noch zu erreichen, wenn wir Systeme und Prozesse entlang des gesamten Produkt- und Produktionslebenszyklus eng miteinander verzahnen und optimieren“, erklärt Anton S. Huber, CEO der Division Digital Factory, anlässlich der Pressekonferenz im Vorfeld der Hannover-Messe 2015. Diese Vernetzung, wie sie auch in den Eckpfeilern der Initiative Industrie 4.0 festgelegt ist, erfordert die Digitalisierung der gesamten Wertschöpfungskette.

Digitalisierung schafft Verbindung zwischen Design und Automatisierung

In der Fertigungsindustrie steht seit einigen Jahren der Begriff „digitale Fabrik“ für die Verschmelzung von virtueller und realer Welt. Dass das bereits Realität ist, will Siemens anhand seiner „digital enterprise“ zeigen: Auf Basis der eigenen PLM- und MES-Software sowie des TIA-Portals soll eine Verbindung zwischen mechanischem Design und der Automatisierung geschaffen werden. Teamcenter fungiert hierbei als Datenbasis – die „Single Source of Truth“, wie es Huber nennt. Die Konsequenz ist allerdings, dass von hier die Durchgängigkeit zu allen weiteren Systemen gewährleistet sein muss. Diese Datenkonsistenz sei der wichtigste Schritt für Unternehmen bei der Digitalisierung der Wertschöpfungskette, so Huber.

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Auch Siemens hat seit 2008 nach und nach alle Datenbanken durch Teamcenter abgelöst. Deshalb weiß Huber aus eigener Erfahrung, dass 90 % aller Kosten bei der Einführung eines solchen Systems auf das Change Management entfallen. Der Einsatz zahlt sich aus – vielmehr führt kein Weg daran vorbei. „Die Digitalisierung eröffnet produzierenden Unternehmen ganz neue Möglichkeiten, Produkte und Lösungen schnell und effizient zu entwickeln und zu fertigen. Wer diese Chancen konsequent nutzt, besitzt entscheidende Wettbewerbsvorteile“, so Huber.

Produktionsschritte auch in der Prozessindustrie digital abbilden

Das gilt für die industrielle Produktion ebenso wie für die Prozessindustrie. Auch hier werden zunehmend die Produktionsschritte digital abgebildet, die Maschinen kommunizieren untereinander. Mit seinem Portfolio kann Siemens für diese Branche ebenfalls Lösungen anbieten und zeigt deshalb anhand eines Flüssigkeitskreislaufs auf der Hannover-Messe die digitale Integration einer Komponenten in die vorhandene Anlage. Die Planung und das Engineering mit Comos in Verbindung mit dem Prozessleitsystem Simatic PCS 7 ermöglichen es, die Daten aus dem Engineering und der Automatisierung zusammenzuführen.

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Über den Autor

 Stefanie Michel

Stefanie Michel

Journalist, MM MaschinenMarkt