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Leitmesse Energy

Digitalisierung macht Energiebranche effizienter

| Redakteur: Stéphane Itasse

Jede Zeit hat ihre Schlüsselbegriffe in der Energiebranche: Jetzt ist es die Digitalisierung, gewinnt doch die digitale Kommunikation mit erneuerbaren, dezentralen Energieanlagen an Bedeutung. Sichtbar wird dies auf der Leitmesse Energy bei der Hannover Messe vom 24. bis 28. April 2017.

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(Bild: Hannover Messe)

„Energieversorger, unabhängige Stromerzeuger sowie Kunden aus Industrie und Handel mit hohen Energiekosten stehen heute im Umgang mit dem Energiehandel vor großen Herausforderungen“, sagt Olaf Heil, Managing Director Energy Solutions EMEA-CIS, Hitachi Europe GmbH.

IoT erleichtert Management von Ökostromanlagen

„Während vermehrt in die Erzeugung erneuerbarer und sauberer Energien investiert wird, verlieren die großen Energieerzeuger Geld, da sie ihre bestehenden Anlagen beim aktuellen Preisniveau nicht optimal einsetzen können. Basierend auf unserer Erfahrung in der Energiewirtschaft und -technik stellt Hitachi einen neuen Ansatz vor, bei dem die Internet-of-Things(IoT)-Elemente für den Bereich Energie integriert werden. Somit wird das Management einer dezentralen und schwankenden Energieerzeugung erleichtert und höhere Profitabilität und Effizienz erzielt“, erläutert Heil weiter.

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General Electric (GE) präsentiert seine „digitale Strategie für den Industriebereich“. Dabei verbindet GE seine bisherige industrielle Expertise mit der Software-Kompetenz der Zukunft. „Mit dem Betriebssystem Predix hat GE eine Plattform für die digitale Transformation des Industrial Internet bereitgestellt“, sagt Alf Henryk Wulf, Vorstandsvorsitzender der GE Power AG.

Digitalisierung macht Stromversorgung effizienter

Diese Softwareplattform wurde externen Nutzern vor einem Jahr zugänglich gemacht und wird inzwischen von über 23.000 Entwicklern weltweit genutzt. „Die Digitalisierung der Energiewirtschaft wird den stabilen Einsatz der Assets des gesamten Systems effizienter machen“, erwartet Wulf.

Aber nicht nur Konzerne arbeiten an neuen Digitalkonzepten. So zeigt die 2011 gegründete Panoramic Power Ltd., eine Tochter des britischen Energieunternehmens Centrica, als Anbieter von auf Sensoren basierenden Energiemanagementlösungen in Hannover ihr Portfolio. Mithilfe von drahtlosen, selbstgesteuerten Sensoren und einer cloudbasierten Analyseplattform können Unternehmen ihren Energieverbrauch optimieren. Das System ist flexibel und skalierbar. „Nimmt man Umwelt und Nachhaltigkeit ernst, dann kommt man an einem Energiemanagement, wie wir es bieten, nicht vorbei“, meint Jon Rabinowitz, Head of Marketing der Panoramic Power Ltd.

„In allen Bereichen der Energiewirtschaft wachsen die Anforderungen an die Leitsoftware durch IoT, Smart Grid und Cyber-Security“, sagt Hans-Jürgen Schmitt, Geschäftsführer der PC-Vue Solutions GmbH, die Produkte für den Austausch zwischen Menschen, verbundenen Objekten und Scada-Systemen anbietet.

Software ermöglicht bis zu 30 % weniger Energieverbrauch

Auf die Anforderungen energieintensiver Unternehmen hat sich die Leipziger CCC Software GmbH spezialisiert: Sie bietet Software an, mit denen Produktionsbetriebe bis zu 30 % ihrer bisherigen Energieverbräuche einsparen können. „Wir verarbeiten in unseren Programmen sämtliche digital vorliegenden Daten der Produktion“, sagt Marketingleiterin Heike Diebler. „Integriert in das jeweilige Energiemanagementsystem steht mit unserer Software nicht nur die energetische Optimierung der Produktion im Fokus, sondern auch die Ressourceneffizienz der Medien“, erklärt Diebler die Effekte der Software. Kein Zweifel: Die Digitalisierung ist weiter in der Offensive.

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