Leichtbau DLR-Wissenschaftler entwerfen preisgekrönte Karosseriestruktur

Redakteur: Kirsten Nähle

Wissenschaftler des Instituts für Fahrzeugkonzepte des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) haben ein Leichtbau-Fahrzeug konzipiert, das aufgrund seines geringen Gewichts erheblich an Treibstoff spart, mit unterschiedlichen alternativen Antriebsmodellen bestückt werden kann und zudem eine sehr hohe Fahrgastsicherheit gewährleistet. Die Idee wurde kürzlich mit dem Titel "German High Tech Champions 2012" ausgezeichnet.

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Modell der Leichtbaukarosserie, für die die DLR-Forscher mit dem Titel "German High Tech Champions 2012" geehrt wurden.
Modell der Leichtbaukarosserie, für die die DLR-Forscher mit dem Titel "German High Tech Champions 2012" geehrt wurden.
(Bild: DLR)

Schon bevor die Sonne über den elf Millionen Einwohnern der indischen Megacity Delhi aufgeht, quält sich der Verkehr durch die Straßen der Metropole. Busse hupen, Motor-Rikschas tuckern und Taxi-Fahrer versuchen, ihre Passagiere möglichst heil ans Ziel zu bringen. Um vom Wirtschaftswachstum zu profitieren, sind immer mehr Inder darauf angewiesen, mobil zu sein.

Im mehr als 6000 km entfernten Stuttgart haben Michael Kriescher und sein Projekt-Team vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) eine preisgekrönte Idee entwickelt. Sie kann einen entscheidenden Beitrag leisten, dass sich das Ideal der nachhaltigen Mobilität auch für die ständig wachsende indische Bevölkerung verwirklichen lässt. Gleichzeitig bietet es die Chance, negative Umweltfolgen zu reduzieren.

Karosserie besitzt einfache Struktur und besteht aus Sandwichelementen

Für diese Idee hat die Fraunhofer Gesellschaft die DLR-Forscher mit dem Titel "German High Tech Champions 2012" im Bereich "Sustainable Transportation" geehrt. Die Auszeichnung ist mit einem Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro dotiert. Ziel ist es, deutsche Forschungsergebnisse im Ausland bekannt zu machen und vor allem auf den vielversprechenden asiatischen Märkten einem breiten Fachpublikum vorzustellen. Prämiert werden ausschließlich Szenarien, sogenannte Business Cases, in denen anwendungsnahe Produkte und Prozesse entwickelt und auf ihre Marktchancen hin bewertet werden. Umsetzbarkeit, Originalität, Marktfähigkeit und Finanzierbarkeit waren folglich ausschlaggebende Faktoren für das Urteil der Jury.

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