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Elektrische Ausrüstung

Drei statt fünf

| Redakteur: Güney Dr.S.

Reihenklemmen mit neuer Anschlusstechnik ermöglichen konsequente Variantenreduzierung.

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( Archiv: Vogel Business Media )

Mit der P-Reihe präsentiert Weidmüller eine neue Reihenklemmengeneration, die sich durch ein gewinnbringendes Gesamtkonzept auszeichnet. Eckpfeiler des Konzeptes sind die so genannte „Push-in“-Anschlusstechnik und die konsequente Variantenreduzierung durch ein „3-Raster-Produktkonzept“, das heißt: mit nur drei Reihenklemmen (PDU 2.5/4, PDU 6/10 und PDU 16) lassen sich Verdrahtungen bis 16 mm2 rationell durchführen. Bisher benötigten die Anwender dafür fünf Reihenklemmen – also mehr Varianten und Artikelnummern. Die Variantenreduzierung bürgt für ein rationelles und nutzbringendes Logistik- und Einkaufsmanagement mit entsprechender Kostenreduzierung. Die Reihenklemme mit der Bezeichnung PDU 2.5/4 ist mit 5,1 mm genauso breit wie die bisherige 2,5-mm2-Klemme, hat aber mit 32 A den Bemessungsstrom einer 4-mm2-Klemme. Die Klemme PDU 6/10 ist 8,1 mm breit und hat einen Bemessungsstrom von 57 A; die Klemme PDU 16 hat eine Baubreite von 12 mm und der Bemessungsstrom beträgt 76 A. Die Devise der P-Reihe ist: höhere Leistungsmerkmale bei kleiner Bauform der Klemme. Die P-Reihe umfasst Durchgangs- und PE-Klemmen mit zwei, drei und vier Anschlüssen, Doppelstock-, Trenn- und Neutral-leitertrennklemmen – aufrastbar auf die Tragschiene TS 35. Eine Einspeiseklemme zur Potenzialverteilung und eine komplette Installations-Reihenklemmenfamilie runden das Programm ab. Alle Klemmen der P-Reihe verfügen über das „Push-In“-Kontaktsystem. Bei diesem System wird der abisolierte massive oder feindrähtige Leiter mit aufgecrimpter Aderendhülse einfach bis zum Anschlag in die Klemmstelle gesteckt – fertig! Ein Werkzeug zum Anschließen ist nicht erforderlich. Der Kostendruck nimmt ständig zu. Höhere Kosten sind aber gegenüber dem Kunden kaum durchzusetzen oder reduzieren die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens. Deshalb sind Produktgenerationen mit Mehrwert von entscheidender Bedeutung. Die P-Reihe von Weidmüller ist eine solche Generation. Ihre Stärke: die Minimierung der Baugröße bei gleichzeitiger Maximierung des Bemessungsstroms. Dadurch lassen sich Leiterquerschnittsbereiche zusammenfassen und Varianten reduzieren. Weniger Artikel bedeutet: weniger Planungs- und Verwaltungsaufwand sowie kürzere Artikellisten für eine schnellere Auswahl der Produkte. Die Verschlankung von Bestellwegen, des Logistik-aufwandes mit weniger Lagerplätzen und reduzierter Wareneingangskontrolle sowie des Ersatzteilmanagements sind wesentliche Bausteine einer Optimierung von Unter-nehmensabläufen mit entsprechender Kostenreduzierung.Artikelreduzierung heißt auch: geringere Kapitalbindung und bessere Bedarfsplanung mit erhöhten Abnahmemengen; so können Rahmenverträge weitere Kostenvorteile möglich machen. Die P-Reihe von Weidmüller mit ihrer „3-Raster- Produktstrategie“ ist der konsequente Schritt in Richtung „total cost of ownership“ (TCO). Sie ermöglicht eine durchgängige Kostenreduzierung in der gesamten Prozesskette des Unternehmens. Im Einzelnen bedeutet das: - vereinfachtes Engineering durch kompaktere CAD-Produktbibliotheken und universellem Produkteinsatz,- effizientes Dispositions- und Bestellwesen durch kurze Artikellisten und erhöhte Flexibilität bei der Gestaltung von Rahmenverträgen,- optimales Lagermanagement durch übersichtliche Bestandsführung und reduzierte Anzahl unterschiedlicher Lagerplätze,- unkomplizierte Montage durch einfachere und fehlerfreie Produktauswahl sowie komfortabler „Push-In“-Anschlusstechnik.Das elektromechanische Konzept der P-ReiheAuch das elektromechanische Konzept ist auf eine Kostenreduzierung ausgelegt. Das „Push-in“-Anschlusssystem der neuen Klemmengeneration beeindruckt durch einfaches und sicheres Handling sowie geringe Verdrahtungszeiten. Der abisolierte massive Leiter wird einfach bis zum Anschlag in die Klemmstelle gesteckt - fertig. Selbst feindrähtige Leiter mit aufgecrimpten Aderendhülsen - mit und ohne Kunststoffkragen - oder ultraschallverschweißte Leiter lassen sich problemlos auf diese Weise anschließen. Ein Werkzeug ist hierfür nicht mehr erforderlich. Dadurch reduzieren sich die Montagezeiten um zirka 50%. Die zuverlässige, rüttelsichere und gasdichte Verbindung ist hergestellt. „Push-in“ ist nach dem Druckfeder-Prinzip konzipiert, das bedeutet, die Stahlfeder für den Leiteranschluss wird separat im Gehäuse oder in einer aufgestellten Stromschiene gehalten. Dieses Konstruktionsprinzip gewährleistet eine Trennung von mechanischer und elektrischer Funktion. Der Vorteil: hohe Leiterausziehkräfte bei optimaler Stromtragfähigkeit für eine jederzeit funktionssichere Verbindung. Die P-Reihe ist als Topsystem konzipiert, das heißt: Leitereinführung und Federbetätigung zum Lösen des angeschlossenen Leiters erfolgen von „oben“ parallel zueinander. Die PDU-2.5/4-Reihe nimmt Leiterquerschnitte von 0,2 bis 6 mm2 (AWG 20 …10) auf. Bei der PDU 6/10 sind es 2,5 bis 10 mm2 (AWG 16 … 8) und bei der PDU 16 betragen die Werte 2,5 bis 16 mm2 (AWG 12 …5). Reihenklemmenserien sind vermischt anwendbarWeitere Bemessungsdaten sind: Spannung 800 V (IEC 60947-7-1) und 600 V (UL, CSA). Für die Trennklemmen PDL 4 TR sind es 400 V und 20 A (IEC). Bei den Schutzleiterklemmen beträgt die Bemessungsspannung zur Nachbarklemme 800 V. Die Neutralleiter-Trennklemmen (NT) PNT 2.5/4, PNT 6/10 und PNT 16 ermöglichen eine Isolationsmessung gegen Erde ohne Abklemmen des Neutralleiters. Die Querverbindung des N-Potenzials erfolgt mit dem bewährten Sammelschienensystem 10 × 3 mm bis 140 A. Dieses Standardsammelschienensystem kommt auch in den W-(Zugbügel-Schraubanschluss-) und Z-(Zugfederanschluss-)Reihenklemmenserien zum Einsatz. Dadurch lässt sich problemlos ein applikationsabhängiger Mix der verschiedenen Reihenklemmenserien realisieren. Zwei durchgängige Querverbindungskanäle ermöglichen außer der Potenzialverteilung zusätzliche Applikationen, zum Beispiel paralleles Führen von zwei Potenzialen, paralleles Überspringen von Klemmen sowie Verlängern der Potenzialverteilung. Farbige Querverbindungen - Gelb, Rot, Blau, Schwarz - ermöglichen die Kennzeichnung unterschiedlicher Potenziale. Das zeitsparende „Brücken“ geschieht auch in der P-Reihe mit den steckbaren, voll isolierten Standard-Querverbindungen ZQV 2,5. Damit ist die Finger- und Handrückensicherheit nach DIN EN 50274 (VDE 0660-514) beziehungsweise BGV A3, garantiert. Das Querverbindungssystem ZQV wird auch in den W- (Zugbügel-Schraubanschluss-), Z- (Zugfederanschluss-) und I-(IDC-Anschluss-)Reihenklemmenfamilien verwendet. Der Einsatz von diesem Standardzubehör trägt ebenfalls mit zur Kostenoptimierung bei. Mit den Einspeiseklemmen PEI haben Anwender die Möglichkeit bis zu einem Leiterquerschnitt von 16 mm2 einzuspeisen. Anschließend wird über die Standard-Querverbindungen ZQV das Potenzial auf beliebig viele Reihenklemmen kleineren Querschnitts verteilt. Das Material des Klemmenträgers besteht aus dem Isolierstoff Wemid. Dies ist ein spezieller Thermoplast von Weidmüller, der im Vergleich zu Polyamid PA 66 eine erhöhte Dauergebrauchs-temperatur von 120 °C (PA 66: 100 °C) bei verbesserter Brandresistenz - Brandklassifikation V0 (PA 66: V2) nach UL 94 - aufweist. Im Einzelnen heißt das: Wemid ist selbstverlöschend, brennende Tropfen fallen nicht ab.Umfangreiche Betriebsmittelkennzeichnungen kann der Anwender auch bei der P-Reihe mit den verschiedenen Standard-Markierungssystemen durchführen. Außer den Standardmarkierern aus dem „Dekafix“-Programm eignen sich WS-Markierer besonders für eine individuelle Kennzeichnung mit langen Beschriftungsketten. WS-Markierer im Multicard-Format lassen sich mit dem Tintenstrahldrucker „Printjet“ einfach, schnell und rationell bedrucken. Dadurch kann der Anwender eine bedarfsgerechte und kostensparende Fertigung mit hoher Flexibilität aufbauen. Erforderliche Prüfungen können bei der P-Reihenklemmenfamilie problemlos mit Prüfsteckern oder Testadaptern durchgeführt werden. Die Testadapter sind speziell für Prüfarbeiten bei verdrahteten Klemmleisten konzipiert.