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GTAI

Droht eine neue Asienkrise?

| Redakteur: Jürgen Schreier

Japan hat sich offenbar aus der Deflation befreien können. Andererseits bleibt die Staatsverschuldung exorbitant hoch.
Japan hat sich offenbar aus der Deflation befreien können. Andererseits bleibt die Staatsverschuldung exorbitant hoch. (Bild: Diego Delso, Wikimedia Commons, License CC-BY-SA 3.0)

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Asiens Volkswirtschaften stehen 2014 vor großen Herausforderungen. Aufgrund der verhaltenen Weltwirtschaftslage sinkt die Nachfrage nach Waren aus der Region. Zudem droht vielen Ländern im Zuge der strafferen US-Geldpolitik ein Abzug von ausländischem Kapital.

Die Ankündigung der restriktiven Geldpolitik hatte eine Vielzahl asiatischer Währungen 2013 auf Talfahrt geschickt. Ähnlich begann auch schon die erste Asienkrise 1997/98. Die Befürchtung besteht, dass sowohl die Wachstumsraten als auch die Wettbewerbsfähigkeit vieler Länder unter Druck geraten könnten.

China muss Staatsbetriebe und Finanzsektor umstrukturieren

Gerade China spielt für die gesamte Region eine tragende Rolle. „Viele asiatische Lieferländer sind von den wirtschaftlichen Entwicklungen in China abhängig. Damit die Stabilität in der Volksrepublik erhalten bleibt, muss die Regierung auf einigen Feldern Reformen einleiten, darunter insbesondere bei der Umstrukturierung von Staatsbetrieben und dem Finanzsektor. Zugleich strebt die Regierung ein gemächlicheres und nachhaltigeres Wachstum an“, erläutert Helmut Kahlert, Asien-Experte bei Germany Trade & Invest. Ein harter Aufprall sei dennoch nicht zu erwarten, man wolle das Wachstum nicht unter 7 % stürzen lassen.

Auch in den anderen asiatischen Ländern seien mehr Strukturreformen erforderlich. Nach Meinung der GTAI-Experten vor Ort wurde es in den Boomjahren häufig versäumt, den Ausbau der Infrastrukturen voranzutreiben. Auch in den Bereichen Rechtssicherheit und Korruption gibt es häufig Optimierungsbedarf.

Wachstum in Asien wird sich auch 2014 fortsetzen

Je nach Land oder Region müssten sich die Regierungen unterschiedlichen Herausforderungen stellen: Indien und Indonesien seien mit einem drastischen Währungsverfall konfrontiert, Japans Staatsverschuldung bleibe mit etwa 230 % des BIP auf Rekordniveau. In Südkorea und Thailand hingegen seien viele private Haushalte hoch verschuldet.

Droht der Region nun eine zweite Asienkrise? Kahlert gibt vorerst Entwarnung: „Wir glauben nicht unbedingt, dass es zu ähnlich gravierenden Entwicklungen kommen wird. Man hat aus der ersten Krise gelernt und ist mit einem effektiv geregelten Finanzsektor zumindest besser auf spekulative Kapitalabflüsse und Wechselkursturbulenzen eingestellt.“ Trotz etwas trüberer Aussichten dürften die meisten Staaten in Asien auch 2014 weiterhin mit Wachstum rechnen.

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