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Prozesstechnik Druckluft- und Vakuumtechnik rechnet mit moderatem Umsatzrückgang in 2009

| Redakteur: Josef-Martin Kraus

„Die deutschen Hersteller von Kompressoren, Druckluft- und Vakuumtechnik rechnen für das Jahr 2008 mit einer weiteren Produktionssteigerung in Höhe von ungefähr 8%“, erklärte Christoph Singrün, Geschäftsführer des VDMA-Fachverbands Kompressoren, Druckluft- und Vakuumtechnik im Vorfeld der Achema 2009 in Frankfurt am Main.

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Christoph Singrün, Geschäftsführer des VDMA-Fachverbands Kompressoren, Druckluft- und Vakuumtechnik, rechnet für 2009 nur „mit einem leichten Rückgang des Umsatzes“ in Höhe von 2 bis 3%.
Christoph Singrün, Geschäftsführer des VDMA-Fachverbands Kompressoren, Druckluft- und Vakuumtechnik, rechnet für 2009 nur „mit einem leichten Rückgang des Umsatzes“ in Höhe von 2 bis 3%.
( Archiv: Vogel Business Media )

In den ersten drei Quartalen 2008 haben die Hersteller Aggregate im Wert von 3,4 Mrd. Euro produziert, 9,1% mehr als im entsprechenden Vorjahreszeitraum.

Innerhalb der ersten elf Monate exportierte die Branche Kompressoren, Druckluft- und Vakuumtechnik im Wert von 4 Mrd Euro. Das entspricht einem Wachstum von 9,5%. Wie bereits in den Vorjahren liegen die wichtigsten Partnerländer für die deutschen Exporteure in Europa. Rund 47% der Exporte gehen in die 27 Länder der EU. Die Finanzkrise in den USA zeigt auch bei den Exporten von Kompressoren, Druckluft- und Vakuumtechnik Auswirkungen: Die Ausfuhren nach USA stagnieren in den ersten elf Monaten 2008.

Auftragseingang entwickelt sich rückläufig

Die VDMA-Auftragseingangsstatistik für Kompressoren, Druckluft- und Vakuumtechnik spiegelt laut Singrün relativ zeitnah die konjunkturelle Situation der deutschen Hersteller dieser Branchen wider. Die Auftragseingänge der Branche sind im Jahr 2008 preisbereinigt um 7% zurückgegangen. Dagegen stieg der Umsatz im gleichen Zeitraum nochmals preisbereinigt um 10% im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Angesichts der Unsicherheiten in der konjunkturellen Landschaft sei es schwierig, für das laufende Jahr eine Prognose abzugeben, meinte der Fachverbands-Geschäftsführer: „Zwar stehen derzeit zahlreiche internationale Projekte kurz vor der Ausschreibung, aber solange der Geldfluss nicht in Schwung kommt, bleibt die Finanzierung das große Fragezeichen“. Selbst bei einer optimistischen Einschätzung der Lage würden die Umsatzrekorde des vergangenen Jahres nicht mehr erreicht werden. Weil jedoch die Branche noch von hohen Auftragsbeständen zehren kann, rechnet Siegrün nur „mit einem leichten Rückgang des Umsatzes“ in Höhe von 2 bis 3%.

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