CAD-Software

Durchgängige Datenhaltung steigert Effizienz in der Auftragsfertigung

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PDM oder ERP – welches System ist führend?

Offen ist dabei noch die Frage, wie die „Arbeitsteilung“ zwischen PDM und ERP gestaltet wird, wenn die Dokumentation auf diese Weise quasi selbsttätig erstellt wird. Hier werden sich die Projektverantwortlichen kurzfristig für ein Leitsystem entscheiden. Das wird aber erst geschehen, wenn die Entscheidung für ein neues Werkzeugmanagementsystem gefallen ist – das ebenfalls in den Datenfluss einbezogen werden soll. Aus Sicht von DPS als Partner für die Solidworks-Welt sind hier alle Optionen offen. „Solidcam bietet Schnittstellen zu den gängigen Werkzeugmanagementsystemen“, berichtet Jörg Rudig, Leiter des CAM Competence Centers bei DPS, das Loll Feinmechanik betreut.

Ein weiteres aktuelles Projekt betrifft die Nutzung von Postprozessoren, die das Neutralformat der in Solidcam generierten Daten in den maschinenlesbaren Code der jeweiligen Maschine umsetzen. Auch hier ist wieder die Flexibilität das treibende Moment. Loll: „Mit den Postprozessoren können wir das Frästeil erst frei programmieren und dann situationsabhängig entscheiden, mit welcher Maschine wir das Teil fertigen.“ So lässt sich die Maschinenauslastung besser steuern. Zehn Postprozessoren für die 5-Achs-Fräsbearbeitung sind schon länger im Einsatz, jetzt kommen weitere für das Drehen und Fräsen hinzu.“ Aktuell sind bereits zwanzig Maschinen entsprechend eingebunden.

Kosten sparen mit der richtigen Frässtrategie

Zu den Materialien, die Loll Feinmechanik bearbeitet, gehören auch sehr schwer zerspanbare Werkstoffe wie hochlegierte Nickel-Kobalt-Stähle, Inconel und Titan. Hier spielt, vor allem beim Fräsen, die Bearbeitungsstrategie eine entscheidende Rolle – schon aus Kostengründen. „Der Werkzeugverschleiß kann 10 Prozent der Produktionskosten ausmachen. Und wenn die Frässtrategie nicht optimal ist, sind es noch mehr“, erklärt Loll. Deshalb hat das Unternehmen das Solidcam-Modul iMachining eingeführt, das den Fräsvorgang plant und optimiert. Der Erfolg ist deutlich: Bei der Bearbeitung von kleineren Bauteilen, beispielsweise für die Medizintechnik, konnte iMachining die Werkzeugstandzeit um den Faktor 2 bis 3 steigern.

Das Ziel der durchgängigen Datenhaltung gilt bei Loll Feinmechanik auch für die Dokumentation und weitere, intern genutzte Dokumente. In und mit Solidworks generiert das Unternehmen auch interne Fertigungs- und Montageanweisungen für die jeweiligen Bauteile, und dokumentiert auch die eigenen Prüfanlagen. Die Freigabeprozesse für anspruchsvolle Kundenbranchen (Medizintechnik, Luftfahrt) sind im Solidworks PDM hinterlegt. So ist zum Beispiel im Workflow festgehalten, in welcher Form Änderungen dokumentiert werden. Hier hilft die Durchgängigkeit also bei der Einhaltung der branchenspezifischen Anforderungen und Normen.

Software-Auswahl: Flexibilität ist entscheidend

Aus Sicht von Loll Feinmechanik bringt die Entscheidung für eine durchgängige und umfassend nutzbare CAx-Lösung deutliche Vorteile. „Es gibt ja für jede Aufgabe immer auch Spezial- und Insellösungen. Wir setzen aber auf eine universelle Software, die unternehmensweit im Einsatz ist und die jeder Mitarbeiter – auch wenn er mal an einer anderen Maschine arbeitet – beherrscht. Damit gewinnen wir Flexibilität in der Fertigung und auch in der Konstruktion. Diesen Vorteil bietet uns die Solidworks-Plattform“, ist sich Loll sicher.

Mehr Effizienz im Presswerk

* Gerald Scheffels ist freier Fachjournalist. Weitere Informationen: Eva Brökel, DPS Software GmbH in 70771 Leinfelden-Echterdingen, Tel. (07 11) 79 73 10-0, presse@dps-software.de

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