Leichtbau E-Mobil kombiniert Fahrvergnügen mit kosteneffizienter Bauweise und Umweltverträglichkeit

Redakteur: Kirsten Nähle

Das Institut für Leichtbau und Kunststofftechnik (ILK) der Technischen Universität Dresden entwickelt mit dem Leichtbau-Zentrum Sachsen GmbH (LZS) und der ThyssenKrupp AG ein serienfähiges Elektroauto. Das Kompaktfahrzeug wiegt weniger als 900 kg und kann aufgrund seiner konsequenten Ultraleichtbauweise die Vorteile des Elektroantriebs voll ausnutzen.

Firmen zum Thema

Das sportliche Leichtbau-Elektro-Fahrzeug ist eine Studie im Rahmen des Verbundprojektes Alien am ILK. Es hat zum Ziel, ein attraktives, serienfähiges und bezahlbares Fahrzeug zu entwickeln und mit einer hohen Leichtbaugüte das Potential eines Elektroantriebs voll auszunutzen. (Bild: TU Dresden)
Das sportliche Leichtbau-Elektro-Fahrzeug ist eine Studie im Rahmen des Verbundprojektes Alien am ILK. Es hat zum Ziel, ein attraktives, serienfähiges und bezahlbares Fahrzeug zu entwickeln und mit einer hohen Leichtbaugüte das Potential eines Elektroantriebs voll auszunutzen. (Bild: TU Dresden)

Das generische Leichtbau-Elektrofahrzeug ist konzipiert für den metrourbanen Raum und besonders für Pendler und Kurzstreckenfahrer geeignet. Mit diesem Fahrzeugprojekt vereinen die Wissenschaftler nach eigenen Angaben sportliches Fahrvergnügen mit kostenattraktiven Fahrzeugbauweisen und umweltverträglicher Nutzung.

Forschungsverbund betrachtet gesamtes Fahrzeugsystem

In-Eco bedeutet „Innovation-Electromobility-Composite“ und ist der Name des Projektfahrzeuges, an dem die Experten aller beteiligten Verbundpartner in gemeinschaftlicher Arbeit forschen. Entgegen der gängigen Arbeitspraxis, nur Komponenten eines Fahrzeuges zu untersuchen und einzelne Bauteile durch leichtere zu substituieren, betrachtet der Forschungsverbund das gesamte Fahrzeugsystem.

Dieser holistische Ansatz führte die Wissenschaftler zu einer innovativen, integralen Mischbauweise, die In-Eco einzigartig mache.

Um die Herstellungskosten für die im Ultraleichtbau eingesetzten Faserverbundbauteile, wie Teile aus kohlenstofffaserverstärkten Kunststoffen (CFK), auf ein Minimum zu reduzieren, beschäftigt sich das In-Eco-Team insbesondere mit der großserienfähigen Prozessgestaltung für diese Werkstoffgruppe. Die Herstellungsprozesse werden gestrafft und automatisiert.

Der Ansatz liegt hierbei in der integrierenden Mischbauweise. Dadurch lassen sich gegenüber konventionellen Bauweisen Fertigungs- und Fügeoperationen einsparen und trotz hochwertiger Rohstoffe Fahrzeugkomponenten kosteneffizient produzieren.

Stahl macht CFK gefügig

Die Betrachtung einzelner Fahrzeugkomponenten kann trotz des gesamtheitlichen Konzeptes nicht vernachlässigt werden. An eigens dafür konzipierten Baugruppen-Demonstratoren wird in Dresden beispielsweise das Crashverhalten verschiedener Werkstoffkombinationen getestet und verifiziert.

So wird in dynamischen Impact-Versuchen das Energieaufnahmevermögen des Schwellers getestet. Die herkömmliche Stahlbauweise des Bauteils wird durch Hybridbauweise mit Stahl abgelöst, um – bei gleichen Crasheigenschaften – eine masseoptimierte Struktur zu schaffen.

(ID:30455520)