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Beschaffung

E-Procurement am Zuckerhut – wie geht das?

| Autor / Redakteur: Robert Weber / Robert Weber

Ab nach Rio: SAP sieht in China und Brasilien Potenzial für seine Einkaufssoftware. Auch kleine Softwarehäuser wagen den Sprung über den Atlantik.
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Ab nach Rio: SAP sieht in China und Brasilien Potenzial für seine Einkaufssoftware. Auch kleine Softwarehäuser wagen den Sprung über den Atlantik. ()

Unternehmen sourcen weltweit ihre Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe oder Fertigprodukte. In Europa und den USA gehören E-Procurement-Lösungen zum Alltag. Doch in den BRIC-Staaten sehen Experten noch Nachholbedarf. In Brasilien, Russland, Indien und China wachsen Märkte für Softwareanbieter und Berater.

Vattenfall macht es, Krones auch und Metro sowieso – die deutsche Industrie kauft elektrisch ein. Die Einkaufsabteilungen der Konzerne und Mittelständler nutzen seit mehreren Jahren die elektronische Beschaffung, das E-Procurement, und sparen dadurch Prozesskosten. Auch der Staat hat das Potenzial mittlerweile entdeckt. Zahlreiche Experten verdienen daran gutes Geld, denn sie haben viele schlaue Bücher zu dem Thema geschrieben, intelligente Software entwickelt oder halten Vorträge. Eines blendet die Mehrheit noch aus: E-Procurement in den BRIC-Staaten. Europa und Nordamerika sind als Erfinder an der Spitze gesetzt, wenn es um die elektronische Beschaffung geht.

Europäer haben anderen Blickauf Geschäftsbeziehungen

Doch in Brasilien, Russland, Indien und China sieht die Einkaufswelt anders aus. Auf Einkäufer, Softwareentwickler und Berater warten neue Welten, Werte und Kulturen in der Beschaffung. Braucht es dafür eine andere E-Procurement-Strategie? „Die gängigen Systeme sind beispielsweise in Asien noch nicht sehr verbreitet. Das liegt auch daran, dass die Lohnkosten und damit die Prozesskosten im Einkauf viel geringer sind. In Indien arbeiten zum Teil 30 bis 40 Mitarbeiter in der Beschaffung eines Unternehmens mit 100 Mio. Euro Umsatz“, erklärt Marc Kloepfel von der Einkaufsberatung Kloepfel Consulting aus Düsseldorf. Unterstützung für seine These bekommt Kloepfel von der Wissenschaft. „Wir haben einen anderen Blick auf Geschäftsbeziehungen als in den BRIC-Nationen und damit auf E-Procurement. In Westeuropa und den USA nutzen wir aus operativer Sicht die Systeme, um die Prozesskosten zu minimieren“, springt Dr. Holger Müller, Geschäftsführer des Centrums für Supply Management in Würzburg, dem Berater bei.

Indien ist Vorreiter und China macht sich auf den Weg

Etwas anders schätzt die Lage in den BRIC-Staaten ein. „In vielen Großunternehmen ist E-Procurement schon heute im Einsatz. Wir haben einen existierenden Kundenstamm in allen BRIC-Nationen, die MRO-Beschaffung über E-Procurement abwickeln“, erklärt Rolf Weiland, Vice President LOB Procurement Solutions von SAP. Aus Sicht der Walldorfer war vor allem Indien einer der Vorreiter bei der elektronischen Beschaffung.

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