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Intelligente Steuerungen Echtzeitkommunikation mit der Peripherie

| Redakteur: Rebecca Vogt

Die I/O-Systeme Indra Control S20 und S67 von Bosch Rexroth sollen durch kurze Update-Zeiten und hohe Synchronität zwischen Steuerung und Peripherie für eine Datenkommunikation in Echtzeit und damit auch für eine höhere Regelgüte sorgen.

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Die I/O-Systeme Indra Control S20 und S67 sollen Echtzeitkommunikation mit der Peripherie ermöglichen.
Die I/O-Systeme Indra Control S20 und S67 sollen Echtzeitkommunikation mit der Peripherie ermöglichen.
(Bild: Bosch Rexroth)

Signale in Echtzeit zu verarbeiten, wird immer wichtiger. Der Systembus von Indra Control bietet laut Hersteller – in Verbindung mit dem international standardisierten Automatisierungsbus Sercos – Update-Raten für die Verarbeitung von Signalen, die je nach Ausführung teilweise nur 1 µs pro Modul dauern. Externe Gebermess-Systeme könnten so in den Regelkreis mit eingebunden werden, ohne dass ein Geberkabel bis in den Schaltschrank verlegt werden müsse.

Kürzere Reaktionszeiten und höhere Messgenauigkeit

Die Systeme sollen dabei dennoch eine hochdynamische Regelung von Achsen möglich machen. Gleichzeitig würden die Module auch anspruchsvolle Zählfunktionen lösen. Bosch Rexroth zufolge verkürzen die kurzen Zykluszeiten in Verbindung mit der schnellen Signalverarbeitung die Reaktionszeiten und steigern die Messgenauigkeit – was die Regelgüte in der Anwendung erhöht.

Einfache Integration und Inbetriebnahme

Zudem ließen sich die I/O-Systeme laut Hersteller ohne größeren Aufwand integrieren und würden sich in den Schutzarten IP20 und IP67 auch in extreme Umgebungsbedingungen einfügen.

Bei der Serie Indra Control S20 in Schutzart IP20 ermöglicht eine Push-in-Technik eine werkzeuglose Direktverdrahtung von starren und vorkonfektionierten Leitern – was den Verdrahtungsaufwand erheblich reduziere. Durch die integrierten elektronischen Typenschilder können Inbetriebnehmer und Wartungstechniker alle Module eindeutig identifizieren. Die Diagnose von System-, Bus- oder Peripheriefehlern erfolgt vor Ort per Diagnose- und Statusanzeigen. Ortsunabhängig können Techniker über die Engineering-Umgebung Indra Works sowie das SPS-Programm erweiterte kanalspezifische Diagnosemeldungen abrufen.

Werkzeugloser Anschluss über Stecker oder Kabel

Auch die Module der Serie Indra Control S67 in der Schutzklasse IP67 können werkzeuglos über M8- und M12-Stecker sowie vorkonfektionierte Kabel angeschlossen werden, wie Bosch Rexroth mitteilt. Die Module lassen sich direkt an die Maschine oder über Adapter auf einer Hut- oder Profilschiene montieren. Auch in der höheren Schutzklasse verfügen alle Module über ein elektronisches Typenschild und die kanalweise Einstellung verschiedener Parameter.

Durch ein verbessertes Versorgungsspannungskonzept eignet sich Indra Control S67 laut Hersteller auch für ausgedehnte Anlagen, da ein Abstand bis 50 m zwischen zwei Modulen und bis 500 m Gesamtlänge je Station ermöglicht wird.

Robust gegenüber Temperatur, Stößen und EMV

Geeignet sind die I/O-Module nach Herstellerangaben für einen Einsatz in Temperaturbereichen von –25 bis +60 °C. Durch die robuste elektromechanische Konstruktion könne die Ausführung S20 Stöße bis 10 g abfangen, die vollvergossenen Indra Control S67 Dauerschocks bis 30 g. Insgesamt habe sich die robuste Ausführung mit hohem EMV-Schutz auch unter extremen Umgebungsbedingungen bewährt.

Sichere Kommunikation durch Safety-Module

Neue Safety-Module innerhalb der Serie Indra Control 20 würden zudem eine sichere Kommunikation mit CIP Safety on Sercos oder Profisafe on Profinet und Profibus ermöglichen. Die sicheren Module seien beliebig mit den Standardmodulen kombinierbar und nach SIL 3 (EN 61508), SILCL 3 (EN 62061) sowie Kategorie 4 / PLe (EN ISO 13849-1) zertifiziert.

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