Bundesverband der Deutschen Gießerei-Industrie EEG dominiert 5. Umwelttag der deutschen Gießereien

Redakteur: Marco Fuchs

Zum nunmehr fünften Mal kamen am 30. September die Umwelt- und Arbeitsschutzexperten der Gießerei-Industrie zum Umwelttreff ihres Branchenverbandes zusammen. Dabei standen die Themen Energiepolitik, beste verfügbare Techniken und Arbeitsschutz besonders im Fokus.

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Die Teilnehmerzahl macht deutlich, dass sich der BDG-Umwelttag als festes Forum für die Branche etabliert hat.
Die Teilnehmerzahl macht deutlich, dass sich der BDG-Umwelttag als festes Forum für die Branche etabliert hat.
(Foto: A. Bednareck)

Nachdem beim letzten Umwelttag in Würzburg energiebezogene Themen den wesentlichen Schwerpunkt bildeten, standen diesmal wieder klassische Umwelt- und Arbeitsschutzinhalte im Vordergrund. Gestartet wurde die Vortragsreihe dennoch mit einem sehr kontroversen Thema: Dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) und der besonderen Ausgleichsregelung. Diese stellt viele Gießereiunternehmen vor große Herausforderungen: „Die Auswirkungen der gesetzlichen Änderungen im EEG auf einige Gießereinunternehmen sind nicht unerheblich, teilweise sogar existenzbedrohend,“ alarmierte Klaus-Peter Knoll, Vorsitzender des Umweltausschusses des Branchenverbands.

Beste verfügbare Techniken als Maßstab für die Anlagenzulassung

Mehrere Referate widmeten sich den sogenannten besten verfügbaren Techniken (BVT). Diese Betriebsmethoden entsprechen dem effizientesten und fortschrittlichsten Entwicklungsstand zur Reduzierung schädlicher Umweltauswirkungen. Damit stellen sie zukünftig das zentrale Steuerungselement des Anlagenzulassungsrechts dar.

Die hierfür auf EU-Ebene entwickelten branchenspezifischen Merkblätter werden regelmäßig überarbeitet. Dabei steht die Revision des sogenannten BVT-Merkblattes für die Gießerei-Industrie demnächst an. Zu diesem für Gießereibetreiber sehr wichtigen Prozess lieferte der zuständige Vertreter vom Umweltbundesamt Informationen aus erster Hand.

Die betriebliche Umsetzung des neuen Arbeitsplatzgrenzwertes für Staub bereitet selbst erfahrenen Praktikern Kopfzerbrechen. Hier brachte Herr Dr. Hebisch von der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (Baua) Licht ins Dunkel und erläuterte Hintergründe und empfehlenswerte Maßnahmen zur Erreichung des festgesetzten Limits.

Ebenfalls diskutiert wurde die neue Verordnung zur arbeitsmedizinischen Vorsorge (ArbMedVV) insbesondere im Hinblick auf die vermeintliche Unterbrechung des Informationsflusses zwischen Arzt und Arbeitgeber.

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