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Leichtbau BW

Eigenes Groß-Event hat ins Schwarze getroffen

| Autor/ Redakteur: Peter Königsreuther / Peter Königsreuther

Premiere bei der Landesagentur für Leichtbau Baden-Württemberg: Rund 200 Teilnehmer haben sich am 14. Mai den 1. Technologietag Hybrider Leichtbau in Stuttgart nicht entgehen lassen. Ein Kongress mit begleitender Ausstellung bildete den Inhalt der ersten eigenen Großveranstaltung.

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„Leichtbau beginnt beim Produktkonzept: in Planung und Entwicklung werden schon 70 bis 80 % der Gewichtssparziele festgelegt“, merkte der Geschäftsführer der Leichtbau BW, Wolfgang Seeliger, bei der Eröffnungsrede an.
„Leichtbau beginnt beim Produktkonzept: in Planung und Entwicklung werden schon 70 bis 80 % der Gewichtssparziele festgelegt“, merkte der Geschäftsführer der Leichtbau BW, Wolfgang Seeliger, bei der Eröffnungsrede an.
(Bild: Leichtbau-BW)

Beim ersten Technologietag Hybrider Leichtbau im ICS der Messe Stuttgart informierten sich die Teilnehmer anhand von Keynotes und Technik-Sessions über die neuesten Entwicklungen und in den drei Themenblöcken Methoden, Werkstoffe sowie Produktion. Auf dem Programm standen beispielsweise Vorträge zu Simulation Driven Design, Hochleistungsfasern und -polymeren für Faser/Matrix-Composites oder hybride Bauweisen in der Luftfahrt. Die Referenten der Keynotes waren Professor Frank Henning vom Karlsruher Institut für Technologie sowie der Leiter Vorentwicklung der Porsche AG, Martin Roth. Auf der begleitenden Fachausstellung präsentierten sich acht Leichtbauunternehmen aus Baden-Württemberg.

Einer der Höhepunkte des 1. Technologietages Hybrider Leichtbau war außerdem ein Polit-Talk, an dem unter anderen die baden-württembergische Forschungsministerin Theresia Bauer und der Ministerialdirektor im Landeswirtschaftsministerium, Guido Rebstock, teilnahmen. Das Plenum diskutierte etwa darüber, wohin die Entwicklung beim Leichtbau in den kommenden Jahren geht.

Ministerin Bauer unterstrich bei dem Gespräch, dass die Leichtbauforschung und -industrie dem Land helfe, in den kommenden Jahren auch international wettbewerbsfähig zu bleiben. Ministerialdirektor Rebstock hob hervor, dass Baden-Württemberg seit 2011 bereits 50 Mio. Euro in die Stärkung des Leichtbaustandortes investiert hat. Der Geschäftsführer der Leichtbau BW, Wolfgang Seeliger, gab generell zu bedenken, dass Leichtbau eine grundlegende Voraussetzung für eine zukunftsfähige, intakte Weltgesellschaft sei. Seeliger stellte den Kongressteilnehmern beim Technologietag die Vision der Landesagentur für den Leichtbau vor, die unter anderem in zwei Workshops mit jeweils mehr als 70 Teilnehmern erarbeitet wurde: den Dreiklang Mehrwert, Prozesse, Simulation. In diesen drei Bereichen werden wichtige Zukunftsfelder im Leichtbau prognostiziert. Landesagentur-Chef Seeliger kündigte zum Schluss der Veranstaltung an, dass der Technologietag Hybrider Leichtbau im kommenden Jahr erweitert werde und sich noch stärker auf Anwender sowie Vermarktung konzentrieren soll.

Als Mitveranstalter beim Technologietag traten die Allianz faserbasierte Werkstoffe Baden-Württemberg (AFBW), Carbon Composites Baden-Württemberg (CCBW) und das Leichtbauzentrum Baden-Württemberg (LBZ BW) auf. Die Leichtbau BW ist eine baden-württembergische Landesagentur zur Wirtschafts- und Wissenschaftsförderung. Das 100-prozentige Landesunternehmen agiert als neutraler und branchenübergreifender Ansprechpartner für Industrie, Forschung und Gesellschaft. Die Landesagentur unterstützt den Technologie- und Wissenstransfer im Leichtbau und hilft Industrie und Forschung bei der Suche nach neuen Kooperationspartnern. ■

* Weitere Informationen: Leichtbau BW GmbH in 70174 Stuttgart, Tel. (07 11) 12 89 88-40, info@leichtbau-bw.de, www.leichtbau-bw.de

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